Leistungstests im Geheim-Training
publiziert: Dienstag, 6. Feb 2007 / 00:00 Uhr

Mit einstündiger Verspätung ist die Schweizer Nationalmannschaft gestern Nachmittag aus der sonnigen Schweiz ins nebelverhangene Düsseldorf abgereist. Am Abend fand ein erstes Training in der LTU-Arena statt.

Köbi Kuhn liess die Fitness seiner Spieler heute testen. (Archivbild)
Köbi Kuhn liess die Fitness seiner Spieler heute testen. (Archivbild)
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Ein ungewohnt kleines Grüppchen Fussballer nahm gestern Mittag den kurzen Flug nach Düsseldorf ab Zürich in Angriff: Neben den beiden Torhütern Diego Benaglio und Fabio Coltorti machten noch sieben Feldspieler die Reise nach Deutschland mit. Gerade richtig für einen Grümpelturnier-Einsatz.

Der grosse Rest des 21-Mann-Kaders wartete -- zusammen mit den früher angereisten Physiotherapeuten -- bereits im Teamhotel auf die Kollegen und die Trainercrew. Als letzte stiessen gestern zu Beginn des Trainings Captain Johann Vogel und Patrick Müller zum Team.

Leichtes Footing

Pflege, Erholung und ein leichtes Footing standen am Abend für all jene Schweizer Internationalen an, die am Wochenende bereits im Meisterschafts-Einsatz mit ihren Vereinen standen. Nur gerade sieben der angereisten Spieler müssen sich noch bis am Wochenende gedulden, ehe auch in der Schweiz der Ernst des Fussballer-Lebens wieder beginnt.

Wie Kontrahent Jogi Löw mit dem deutschen Team beliess es gestern auch Köbi Kuhn im ersten Training dabei, den Spielern die nötige Erholung zu lassen. Lediglich die am Wochenende nicht eingesetzten Bundesliga-Söldner David Degen und Marco Streller sowie Lazio-Spieler Valon Behrami wurden stärker gefordert und hielten Goalie Pascal Zuberbühler mit einem intensiven Schusstraining auf Trab. Erst war ein geheimes Training in der prächtigen LTU-Arena, deren Dach wegen dem regnerischen Wetter ganz geschlossen war, vorgesehen, schliesslich aber durften die Medienleute dem gesamten einstündigen Footing beiwohnen.

Nur ein echtes Training möglich

Für heute Abend ist dann eine geschlossene Trainingseinheit vorgesehen und am Mittwochvormittag hat Kuhn ein letztes leichtes Training eingeplant. «Wir können hier vielleicht ein einziges ernsthaftes Training abhalten, mehr ist angesichts des Zeitplanes gar nicht möglich», sagt Kuhn, der seinen Assistenten jedoch aufgetragen hat, bei seinen Spielern erstmals seit der WM im letzten Sommer die aktuellen Fitnesswerte zu bestimmen.

Herzfrequenzen und Blutwerte werden gemessen und fein säuberlich im Computer gespeichert. Zudem werden bei jedem Spieler die Rumpf-Muskulatur kontrolliert. Im weiteren sollen mittels eines Sechs-Minuten-Laufes erste Fitness-Stände eruiert. Diese Werte werden mit früheren Zahlen verglichen und danach mit jedem Spieler einen individuellen Massnahmenplan erarbeitet. Die nächsten Messungen werden dann Ende Mai beim übernächsten Zusammenzug nach dem Miami-Trainingslager vorgenommen.

EM im Blick

«Im Hinblick auf die EM-Endrunde ist es unbedingt erforderlich, dass jeder Spieler im Sommer 2008 topfit ist. Wir wollen nicht nur drei Gruppenspiele bestreiten. Es sind ja sechs Partien in drei Wochen möglich und dazu könnten auch noch Verlängerungen kommen», blickt Kuhn in eine hoffnungsvolle und anforderungsreiche Zukunft. Gespräche mit seinem morgigen Trainer-Kontrahenten haben ihm bestätigt, dass ihm Hinblick auf die EURO 08 nochmals einiges mehr im körperlichen Bereich unternommen werden muss als noch vor der WM 2006.

Löw und der damalige deutsche Teamchef Jürgen Klinsmann hatten damals den Fitness-Zustand der deutschen Internationalen kritisiert und danach die Mannschaft mit für den deutschen Fussball teilweise unkonventionellen Methoden rechtzeitig auf Vordermann gebracht. Wie der dritte WM-Rang gezeigt hat, lohnte sich der Aufwand jedoch auf jeden Fall.

(René Baumann, Düsseldorf/Si)

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