Rad: Schweizer mit bescheidenen Aussichten an der Vuelta
publiziert: Donnerstag, 4. Sep 2003 / 11:23 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 4. Sep 2003 / 13:07 Uhr

In der am Samstag beginnenden und in drei Wochen über 2925 km führenden Vuelta hegen die Schweizer bescheidene Ambitionen. Die meistgenannten Sieganwärter in der schwierigen Rundfahrt sind allesamt Spanier.

Die Zeiten sind längst Vergangenheit, als die Schweizer der Vuelta ihren Stempel aufdrückten.

Tony Rominger (1993/94) und Alex Zülle (1996/97) liessen sich als Gesamtsieger feiern, zudem schaffte auch Laurent Dufaux den Sprung aufs Podest (2. 1996, 3. 1997).

Bei Phonak ist Alex Zülle erneut mit von der Partie. Dem Ostschweizer bietet sich die Gelegenheit, eine grösstenteils unbefriedigende Saison zu retten.

In der Schweizer Sportgruppe ist Niki Aebersold der zweite helvetische Vertreter. Für die Gesamtwertung wird auf Oscar Pereiro gesetzt, den Dritten der Tour de Suisse und Etappensieger in Silvaplana.

Nach seinem 10. Rang im letzten Jahr müssen erneut Fabian Jeker die besten Aussichten auf eine gute Schlussklassierung eingeräumt werden.

Beat Zberg fährt in den Diensten der holländischen Formation Rabobank um seine Zukunft. In der provisorischen Startliste figurieren im Weiteren die Tessiner Rubens Bertogliati und Patrick Calcagni.

Spanische Dominanz

Seit Jan Ullrichs Triumph im Jahre 1999 - nach seinem glänzenden Auftritt in der Tour mag der Wahlschweizer seine Partnerin und seine kleine Tochter nicht erneut für über drei Wochen verlassen - haben die Spanier das Geschehen an der Spitze der Vuelta bestimmt.

Daran wird sich auch bei der 58. Auflage der Spanien-Rundfahrt wenig ändern. Die Armstrong-Helfer Roberto Heras und José Luis Rubiera, Roberto Laiseka, Igor Gonzalez de Galdeano, Francisco Mancebo, José Antonio Pecharroman als Aufsteiger der Saison, Angel Luis Casero und Aitor Garmendia werden Anspruch auf Spitzenklassierungen erheben.

Nicht vergessen werden darf Vorjahressieger Aitor Gonzalez, der in diesem Jahr bei seinem italienischen Geldgeber Fassa Bortolo allerdings keine grossen Stricke zerirssen hat.

Im Euskaltel-Aufgebot vermisst man die Namen der Tour-Helden Iban Mayo und Haimar Zubeldia. Dafür feiert bei Kelme der Vuelta-Zweite des Jahres 2001, Oscar Sevilla, ein Comeback.

Herausforderer dünn gesät

Der frühere beste Jungprofi der Tour musste sich im Frühsommer einer Zysten-Operation im Gesässbereich unterziehen und dürfte deshalb kaum über die Basis verfügen, um über drei Wochen bestehen zu können.

Die ausländischen Herausforderer der Spanier sind dünn gesät. Dario Frigo (It) zählt zu ihnen, auch David Millar (Gb), Levi Leipheimer (USA) und vor allem Cadel Evans (Au), dessen erste Saisonhälfte durch zwei Schlüsselbeinbrüche beeinträchtigt wurde.

Parcours Vuelta

58. Vuelta. Der Parcours. Samstag, 6. September: 1. Etappe, Mannschaftszeitfahren in Gijon (30 km). -- Sonntag, 7. September: 2. Etappe, Gijon - Cangas de Onis (140 km). -- Montag, 8. September: 3. Etappe, Cangas de Onis - Santander (160 km). -- Dienstag, 9. September: 4. Etappe, Santander - Burgos (158 km). -- Mittwoch, 10. September: 5. Etappe, Soria - Saragossa (165 km). -- Donnerstag, 11. September: 6. Etappe, Einzelzeitfahren in Saragossa (40 km). -- Freitag, 12. September: 7. Etappe, Huesca - Cauterets/Fr (190 km). -- Samstag, 13. September: 8. Etappe, Cauterets - Pla de Beret (166 km).

Sonntag, 14. September: 9. Etappe, Vielha - Andorra-Envalira (176 km). -- Montag, 15. September: 10. Etappe, Andorra - Sabadell (179 km). -- Dienstag, 16. September: Transfer-/Ruhetag. -- Mittwoch, 17. September: 11. Etappe, Utiel - Cuenca (160 km). -- Donnerstag, 18. September: 12. Etappe, Cuenca - Albacete (167 km). -- Freitag, 19. September: 13. Etappe, Einzelzeitfahren in Albacete (53 km). -- Samstag, 20. September: 14. Etappe, Albacete - Valdepenas (160 km).

Sonntag, 21. September: 15. Etappe, Valdepenas - Sierra de la Pandera (181 km). -- Montag, 22. September: Ruhetag. -- Dienstag, 23. September: 16. Etappe, Jaén - Sierra Nevada (162 km). -- Mittwoch, 24. September: 17. Etappe, Granada - Cordoba (180 km). -- Donnerstag, 25. September: 18. Etappe, Las Rozas - Las Rozas (150 km). -- Freitag, 26. September: 19. Etappe, La Vega de Alcobendas - Collado Villalba (166 km). -- Samstag, 27. September: 20. Etappe, Bergzeitfahren San Lorenzo de El Escorial - Alto de Abantos (12 km). -- Sonntag, 28. September: 21. Etappe, Madrid - Madrid (130 km). -- Totaldistanz: 2925 km.

Teilnehmer

Die 22 engagierten Mannschaften und ihre besten Fahrer (provisorisch): Fassa Bortolo (Aitor Gonzalez/Sp, Dario Frigo/It, Alessandro Petacchi/It), US Postal (Roberto Heras/Sp, George Hincapie/USA, José Luis Rubiera/Sp), Once-Eroski (Igor Gonzalez de Galdeano/Sp, José Azevedo/Por, Jörg Jaksche/De), Alessio (Ruslan Iwanow/Mold), Cofidis (David Millar/Gb), Relax-Fuenlabrada (Santiago Blanco/Sp), Domina Vacanze (Mario Cipollini/It, Michele Scarponi/It), Euskaltel-Euskadi (Iker Flores/Sp, Roberto Laiseka/Sp), iBanesto.com (Francesco Mancebo/Sp, Unai Osa/Sp).

Kelme (Oscar Sevilla/Sp, Alejandro Valverde/Sp), Labarca (Hernan Buenahora/Kol, Felix Cardenas/Kol), Lampre (Rubens Bertogliati/Sz, Wladimir Belli/It), Milaneza (Claus Möller/Dä, Angel Edo/Sp, Fabian Jeker/Sz), Paternina (José Antonio Pecharroman/Sp), Phonak (Alex Zülle/Sz, Niki Aebersold/Sz, Oscar Pereiro/Sp, Alexander Usow/WRuss), Quick Step (Richard Virenque/Fr), Frank Vandenbroucke/Be), Rabobank (Levi Leipheimer/USA, Michael Rasmussen/Dä, Beat Zberg/Sz), Saeco (Igor Astarloa/Sp, Ivan Quaranta/It), Bianchi (Angel Casero/Sp, Aitor Garmendia /Sp), David Plaza/Sp), CSC (Carlos Sastre/Sp, Peter Luttenberger/Ö), Telekom (Erik Zabel/De, Cadel Evans/Au, Bobby Julich/USA), Vini Caldirola (Patrick Calcagni/Sz, Eddy Mazzoleni/It).

Die Podeste der letzten zehn Jahre

1993: ROMINGER (Sz) ZÜLLE (Sz) Cubino (Sp) 1994: ROMINGER (Sz) Zarrabeitia (Sp) Delgado (Sp) 1995: Jalabert (Fr) Olano (Sp) Bruyneel (Be) 1996: ZÜLLE (Sz) DUFAUX (Sz) ROMINGER (Sz) 1997: ZÜLLE (Sz) Escartin (Sp) DUFAUX (Sz) 1998: Olano (Sp) Escartin (Sp) Jiménez (Sp) 1999: Ullrich (De) Gonz. Galdeano (Sp) Heras (Sp) 2000: Heras (Sp) Casero (Sp) Tonkow (Russ) 2001: Casero (Sp) Sevilla (Sp) Leipheimer (USA) 2002: Gonzalez (Sp) Heras (Sp) Beloki (Sp)

Schweizer im Leadertrikot

Alex Zülle: 45 Tage (Rekord/8 Etappensiege) Tony Rominger: 31 (12 Etappensiege) Markus Zberg: 2 (2 Etappensiege) Laurent Dufaux: 2 (1 Etapensieg)

Schlussklassement 2002

1. Aitor Gonzalez (Sp) 75:13:52. 2. Roberto Heras (Sp) 2:14. 3. Joseba Beloki (Sp) 3:11. 4. Oscar Sevilla (Sp) 3:26. 5. Iban Mayo (Sp) 5:42. 6. Angel Casero (Sp) 6:33. 7. Francesco Casagrande (It) 6:38. 8. Felix Garcia Casas (Sp) 6:46. 9. Manuel Beltran (Sp) 8:29. 10. Gilberto Simoni (It) 9:22. Ferner: 13. Fabian Jeker 11:45. 68. Daniel Schnider 2:08:41. 92. Reto Bergmann 2:41:07. 103. Patrick Calcagni 2:57:52. 119. Pietro Zucconi 3:22:03.

(Toni Nötzli/Si)

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