Roms Kolosseum ist Spiegel der Todesstrafe

publiziert: Sonntag, 7. Jan 2007 / 08:09 Uhr

Rom - Das Kolosseum in Rom ist am Samstagabend in ein Lichtermeer getaucht worden, um auf die italienische Forderung nach einer weltweiten Aussetzung der Todesstrafe aufmerksam zu machen.

Foto: whhinternetclub.de Mit dem Anstrahlen des Kolosseums reagiert die Opposition auf veränderte Vollstreckungen der Todesstrafe.
5 Meldungen im Zusammenhang
SHOPPINGShopping
KolosseumKolosseum
Auf Initiative des linksgerichteten Bürgermeister Walter Veltroni wurde das Bauwerk im Herzen der italienischen Hauptstadt besonders angestrahlt.

Unter den Anwesenden war auch der Gründer der Radikalen Partei, Marco Pannella. Der 76-Jährige hatte am 26. Dezember einen Hungerstreik begonnen, um die Aussetzung der Vollstreckung der Todesstrafe zu erreichen.

Das Kolosseum, in dem im alten Rom Gladiatorenkämpfe stattfanden, wird von der italienischen Opposition traditionell in ein Lichtermeer getaucht, wenn ein Land die Todesstrafe abschafft oder Todesurteile umgewandelt werden.

Weltweites Moratorium

Italien tritt für ein weltweites Moratorium bei der Vollstreckung der Todesstrafe ein. Das Land ist seit dem 1. Januar nicht-ständiges Mitglied im UNO-Sicherheitsrat.

Am Dienstag hatte Rom angekündigt, das Thema Moratorium auf die Tagesordnung der UNO-Vollversammlung setzen zu wollen.

Der italienische Ministerpräsident Romano Prodi hatte sich mehrfach gegen die Hinrichtung des ehemaligen irakischen Machthabers Saddam Hussein ausgesprochen.

(/sda)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
Washington - Eine Mehrheit der ... mehr lesen
Etschmayer Es ist eigentlich pervers, dass ausgerechnet die Hinrichtung von Saddam Hussein und die Verbreitung eines widerlichen Handy-Filmchens die Diskussion u ... mehr lesen 
Tikrit - Die Hinrichtung des irakischen ... mehr lesen
Tokio - In Japan sind in diesem Jahr ... mehr lesen