Raich mit Einfädler out - Grange gewinnt Slalom-Kugel
publiziert: Samstag, 14. Mrz 2009 / 10:17 Uhr / aktualisiert: Samstag, 14. Mrz 2009 / 12:40 Uhr

Der Norweger Aksel Lund Svindal ist der beste Skifahrer der Weltcup-Saison 2008/09. Das dramatische Duell um den Gesamt-Weltcup war nur von kurzer Dauer.

Triumph trotz Ausscheiden: Lund Svindal.
Triumph trotz Ausscheiden: Lund Svindal.
Der Österreicher Benjamin Raich, der vor dem letzten Rennen des Winters nur 2 Punkte hinter Svindal zurücklag und als Favorit auf den Gewinn der grossen Kristallkugel galt, schied mit Startnummer 1 bereits im ersten Lauf des Slaloms aus.

Raich war zwar bemüht, eine gewisse Sicherheit in seine Fahrt zu legen, aber trotzdem unterlief ihm ungefähr bei Hälfte des Pensums das fatale Missgeschick. Der 31-jährige Tiroler fädelte ein und machte so Svindal zum Gesamtsieger.

Svindal holte sich zum zweiten Mal nach 2007 den Gesamt-Weltcup, nur eine Saison nach seiner schweren Verletzung, die er sich im Winter zuvor bei seinem fürchterlichen Sturz in Beaver Creek zugezogen hat. Der 24-jährige Norweger schied zwar im Slalom ebenfalls aus, aber das war für ihn nicht mehr von Bedeutung. Svindal triumphierte in einem Winter der grossen Ausgeglichenheit.

Noch nie seit Einführung der 100-Punkte-Regel im Jahr 1992 hat ein Fahrer mit einer so tiefen Punktzahl die grosse Kugel gewonnen. 1009 Punkte genügten Svindal zum Triumph. Mit der zuvor tiefsten Punktzahl hatte der Franzose Luc Alphand 1997 reüssiert. Ihm reichten damals 1130 Zähler zum Gesamt-Weltcup.

Kostelic verpasst Kugel

Die Kristallkugel für den Slalom-Weltcup ging nach Frankreich. Jean-Baptiste Grange verbesserte sich im zweiten Lauf vom 11. auf den 3. Schlussrang, womit er als erster Franzose seit Sébastien Amiez 1996 die Slalom-Wertung für sich entschied. Der Kroate Ivica Kostelic, der ihn noch hätte abfangen können und bei Halbzeit auf dem aussichtsreichen 4. Platz gelegen hatte, wurde letztlich nur Zwölfter.

Tagessieger wurde der Österreicher Mario Matt, der sich im zweiten Lauf vom 6. Rang an die Spitze setzte. Der knapp 30-Jährige hatte letztmals vor gut einem Jahr gewonnen. Matt steht nun bei genau einem Dutzend an Siegen. In Are gewann er 9 Hundertstel vor dem Franzosen Julien Lizeroux. Manfred Mölgg, der Führende nach dem ersten Lauf und Vorgänger von Grange als Slalom-Weltcupsieger, fiel auf Platz 4 zurück.

Einziger Schweizer im Klassement war der Walliser Silvan Zurbriggen, der mit 1,09 Sekunden Rückstand als Elfter sein drittbestes Saisonresultat erreichte. Didier Défago schied schon im ersten Lauf aus.

Schlussklassement:
1. Mario Matt (Ö) 1:45,71. 2. Julien Lizeroux (Fr) 0,09 zurück. 3. Jean-Baptiste Grange (Fr) 0,15. 4. Manfred Mölgg (It) 0,28. 5. Marcel Hirscher (Ö) 0,50. 6. Felix Neureuther (De) 0,65. 7. Steve Missillier (Fr) 0,79. 8. Mattias Hargin (Sd) 0,86. 9. Andre Myhrer (Sd) 0,87. 10. Manfred Pranger (Ö) 0,95. 11. Silvan Zurbriggen (Sz) 1,09. 12. Ivica Kostelic (Kro) 1,24. 13. Reinfried Herbst (Ö) 1,54. 14. Bernard Vajdic (Sln) 1,70. 15. Wolfgang Hörl (Ö) 1,87.

Ohne Weltcuppunkte: 16. Michael Janyk (Ka) 1,89. 17. Patrick Thaler (It) 2,34. 18. Jesper Riis-Johannessen (No) 3,32. 19. Romed Baumann (Ö) 6,08. 20. Patrick Bechter (Ö) 15,27.

(ht/Si)

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