1. August: Zutritt nur über Kontrollpunkte

publiziert: Freitag, 28. Jul 2006 / 17:01 Uhr

Brunnen - Die Schwyzer Kantonspolizei ist nach eigenen Angaben für den 1. August gerüstet.

Foto: Alexander Walder (ex-press.ch) Bei Brunnen kam es in den letzten Jahren immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Links- und Rechtsextremen.
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An Kontrollpunkten in Brunnen will sie Rechts- und Linksextreme wegweisen - und damit Auseinandersetzungen im Dorf verhindern.

In Brunnen solle das Leben am Bundesfeiertag so normal wie möglich ablaufen, sagte der Schwyzer Polizeikommandant Lorenzo Hutter am Freitag gegenüber den Medien in Brunnen. Die Polizei sei bereit, für Sicherheit und Ordnung zu sorgen.

Wer nach Brunnen kommen will, muss einen Kontrollpunkt passieren. Einer von ihnen wird am Bahnhof eingerichtet. Bereits am Freitag waren dort entlang der Perrons und auf dem Bahnhofplatz hunderte Meter Gitterzäune aufgestellt.

Massnahmen bis hin zur Polizeihaft

Es handle sich um eine normale Polizeikontrolle, sagte Hutter. Die Personen würden befragt und müssten über ihre Identität Auskunft geben. Personen mit Gefahrenpotenzial dürften nicht ins Dorf und erhielten eine Wegweisungsverfügung. Wer nicht gehe, müsse mit Massnahmen bis hin zur Polizeihaft rechnen.

Die Polizei will damit eine Konfrontation zwischen Rechts- und Linksextremen verhindern. Es gebe ein erhebliches und objektives Gewaltpotential, sagte Hutter. Nicht vermeiden lasse sich, dass auch Bewohner und Feriengäste von Brunnen kontrolliert würden.

Von den Einwohnern erwartet die Polizei, dass sie ihren «Bürgerpflichten» nachkomme und Verdächtiges melde. «Hilfssheriffs» seien aber nicht erwünscht, sagte Hutter.

Ticket nur zum Rütli nötig

Im Prinzip bleibt der Zugang ins Dorf frei. Ein Ticket wird nur für den Zugang zum Rütli UR benötigt. Dieses kann von Brunnen aus nur über den eigens eingerichteten Schiffssteg Fällanden erreicht werden. Die Kontrollen für das Rütli werden auf dem Sportplatz abgewickelt.

Nach Angaben der Rütlikommission wurden bis Freitag 1500 Tickets ausgestellt. Rund 200 Personen wurden keine Zutrittskarten zugestellt. Das Ticketsystem soll verhindern, dass wie in den Vorjahren viele Rechtsextreme aufs Rütli gelangen.

(/sda)

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