Arbeiterschriftsteller Karl Kloter gestorben

publiziert: Donnerstag, 15. Aug 2002 / 08:42 Uhr

Luzern - Der Arbeiterschriftsteller Karl Kloter ist am Dienstag in Luzern nach kurzer schwerer Krankheit im 91. Altersjahr verstorben. Seit 1943 hatte er fünf Romane und ebenso viele Bände mit Erzählungen und Gedichten publiziert.

Bekannt wurde Kloter 1960 mit dem Bäcker-Roman «Markus», der vergangenes Jahr zu seinem 90. Geburtstag neu aufgelegt wurde, wie sein Schriftstellerkollege Pirmin Meier gegenüber der Nachrichtenagentur sda sagte. Der autobiographische Lebensbericht «Wo die Väter fehlten» wurde 1992 sogar ins Chinesische übersetzt.

Kloter kam in Lengnau AG zur Welt und war Zeit seines Lebens als Bäcker und später als Metallarbeiter in Zürich tätig. 1999 erhielt er das Ehrenbürgerrecht seiner Geburtsgemeinde zugesprochen.

Als einer der letzten so genannten Arbeiterschriftsteller war Kloter auch ein aktiver Gewerkschafter. Auf politischer Ebene engagierte er sich als Gemeinderat der Stadt Zürich. 1999 erhielt er den Jaeckle-Treadwell-Preis für Kulturschaffende, die ihre Leistungen neben einer vollumfänglichen Berufstätigkeit erbracht haben.

Mit Hermann Hesse verband ihn über viele Jahre ein Briefwechsel. «Er hat gute Anlagen und ist ein treuer Mensch», schreibt Hesse in einem Brief aus dem Jahre 1953 über Kloter. Gefördert wurde Kloter unter anderem von Carl Seelig, Otto Steiger und August E. Hohler.

Seinen letzten öffentlichen Auftritt absolvierte Kloter am 8. Juni in Yverdon-les-Bains aus Anlass des Innerschweizer Tages an der Expo.02. Er las einen Romanauszug zum Thema Abtreibung.

(gä/sda)

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