Dora Andres: Neutrale Untersuchung in Polizei-Affäre
publiziert: Freitag, 9. Mai 2003 / 17:47 Uhr

Bern - Die Berner Polizeidirektorin Dora Andres setzt eine aussenstehende, neutrale Person ein, die die polizeiinternen Vorfälle untersuchen soll. Damit reagiert Andres nach eigenen Angaben auf ein noch vorhandenes Unbehagen in der Bevölkerung.

Berner Polizeidirektorin Dora Andres.
Berner Polizeidirektorin Dora Andres.
Die Drittperson soll insbesondere die internen Sach- und Informationsabläufe bei Vorfällen in der Kantonspolizei überprüfen, wie die Polizei- und Militärdirektorin vor den Medien sagte. Gleichzeitig soll die Person als Ombudsstelle wirken und den Mitarbeitenden ermöglichen, eigene Beobachtungen zu melden oder Misstände aufzuzeigen.

Die Drittperson wird dem Amtsgeheimnis unterstellt, das heisst, sie darf keine Namen von Mitarbeitenden weitergeben, die sich mit Anliegen oder Klagen an sie wenden. Aus den Untersuchungen soll ein Bericht mit Empfehlungen entstehen.

Wer mit dieser Aufgabe betraut wird, will Andres nächste Woche bekanntgeben. Sicher ist bisher nur, dass die Person nicht aus dem Kanton Bern stammt, weder Andres selber noch Polizeikommandant Kurt Niederhauser bekannt ist und über das nötige Fachwissen verfügt.

Die Geschäftsprüfungskommission des bernsichen Grossen Rates begrüsste die Einsetzung einer Drittperson.

(bert/sda)

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