Schweinepest
Grossbritannien lässt 3500 Schweine notschlachten
publiziert: Samstag, 12. Aug 2000 / 23:34 Uhr

London - Zur Bekämpfung der Schweinepest in Ostengland sind am Samstag weitere 3500 Tiere notgeschlachtet worden. Seit Donnerstag wurden damit insgesamt fast 10 000 Schweine vorsorglich getötet, wie das britische Landwirtschaftsministerium mitteilte.

Die Niederlande, Belgien und Spanien verhängten ein Einfuhrverbot, um ihren Tierbestand vor der hoch ansteckenden Seuche zu schützen. Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums in London brach die für Schweine tödliche Krankheit vermutlich vor rund zehn Wochen auf einem Bauernhof in Norfolk aus, der Ferkel an andere Höfe lieferte, so dass sich die Seuche ausbreiten konnte.

Sollte sich herausstellen, dass es nur diesen einen Ansteckungsherd gebe, sei es möglich, die Pest rasch zu bekämpfen. Zur Zeit würden zahlreiche Schweinefarmen überprüft. Dem Ministerium zufolge handelt es sich um den ersten Ausbruch der Schweinepest in Grossbritannien seit 14 Jahren. Für Menschen ist die Krankheit harmlos.

Nach Bestimmungen der Europäischen Union müssen alle Schweine geschlachtet werden, die von infizierten Bauernhöfen kommen, auch wenn sie den Krankheitserreger nicht in sich tragen. Ihre Kadaver müssen vernichtet werden, damit sich die Seuche nicht weiter ausbreiten kann.

(klei/sda)

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