Iwanow drängt auf rasche Entschädigungen für Überlingen-Opfer

publiziert: Montag, 13. Okt 2003 / 21:05 Uhr

Bern - Tschetschenien und die Flugzeugkatastrophe in Überlingen: Über diese und weitere heikle Themen haben der russische Aussenminister Igor Iwanow und seine Schweizer Amtskollegin Micheline Calmy-Rey in Bern die Klingen gekreuzt.

Der russische Aussenminister Igor Iwanow.
Der russische Aussenminister Igor Iwanow.
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Wenn es nach mir gehen würde, dann wäre die Entschädigung an die Familien der Opfer von Überlingen schon heute ausbezahlt, sagte Iwanow vor den Medien. Dies hänge jedoch nicht von ihm, sondern von der Schweiz ab.

Bundesrätin Calmy-Rey betonte, nicht allein die Schweiz entscheide beim Entschädigungspool. Dieser war Ende Juni von der Schweiz, Deutschland und der Flugsicherung skyguide eingerichtet worden.

Sie hoffe, dass die Familien bald eine Entschädigung erhalten werden, sagte Calmy-Rey. Sie schob den Schwarzen Peter jedoch an die in Fluggesellschaften - die US-Frachtgesellschaft DHL und die Bashkirian Airlines - weiter: Deren Einzahlungen in den Pool stünden noch aus.

Aussenministerin Calmy-Rey brachte bei Iwanow auch das Thema Tschetschenien zur Sprache. Vor einer Woche führte Russland dort Präsidentenwahlen durch. Klarer Sieger bei den international als Farce betrachteten Wahlen wurde der Stadthalter Russlands, Achmat Kadyrow.

Calmy-Rey bezeichnete die Lage der Menschenrechte und des Völkerrechts in Tschetschenien als besorgniserregend. Iwanow dagegen verwies auf die Wahlen.

Er rügte die Europäische Union, den Europarat und die Organsation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE). Diese hatten keine Wahlbeobachter entsandt. Hätten sie dies getan, dann würden ihnen objektivere Informationen zur Verfügung stehen, kritisierte er.

(bert/sda)

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