Schweizer Katastrophen-Stab beruhigt
Katastrophen-Stab sieht keine Bedrohung für die Schweiz
publiziert: Donnerstag, 17. Mrz 2011 / 21:48 Uhr
Die Ereignisse in Fukushima bedrohen die Schweiz laut ABCN-Bundesstab nicht
Die Ereignisse in Fukushima bedrohen die Schweiz laut ABCN-Bundesstab nicht

Bern - Für die Schweiz besteht wegen der Atomkatastrophe in Japan derzeit keine Bedrohung. Das stellte der ABCN-Bundesstab am Donnerstag fest. Das Gremium, das unter anderem für die Bewältigung atomarer Ereignisse zuständig ist, kam zu einem ersten Treffen zusammen.

4 Meldungen im Zusammenhang
Der Ausschuss hat für den Bundesrat eine Liste zusammengestellt, wie sich der Atomunfall in Japan auf die Schweiz auswirken könnte, wie Willi Scholl, Direktor des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz vor den Medien in Bern sagte. Die Regierung wird das Papier, das auch Massnahmen gegen Bedrohungen enthält, am Freitag diskutieren. Zu den Massnahmen machte Scholl keine Ausführungen.

Als Beispiele für mögliche Auswirkungen nannte Scholl Flugzeuge oder Personen, die aus Japan eintreffen und radioaktiv kontaminiert sein könnten. Auch eingeführte Waren müssten allenfalls auf Radioaktivität geprüft werden.

Scholl betonte, dass der Stab lediglich eine Planung für den Notfall vorgenommen habe. «Im Moment ist die Lage normal.» Wie sich die Situation in Japan auf die Schweiz auswirken könne, liege derzeit «im Bereich der Spekulation». Der ABCN-Bundesstab kommt zum Einsatz bei atomaren, biologischen und chemischen Ereignissen sowie bei Naturkatastrophen.

«Wir können hoffen»

Das «Wettrennen mit der Zeit» laufe weiter, sagte der Direktor des Eidg. Nuklearsicherheitsinspektorats (ENSI), Hans Wanner, zur Lage beim Atomkraftwerk in Fukushima. Die richtigen Massnahmen liefen, er könne jedoch nicht beurteilen, ob sie auch Erfolg bringen würden. «Wir können hoffen.» Das wichtigste sei, dass Wasser zur Kühlung in die Anlage gebracht werde.

Zum Einsatz von Helikoptern zur Kühlung der Reaktoren, sagte Wanner, wie viel das gebracht habe, sei nicht sicher. Auch die beschädigte Stromleitung zum Werk solle bald wieder stehen. Damit könnte die normale Kühlung der Reaktoren - wenn sie noch funktioniert - wieder anlaufen. Zur Strahlung ausserhalb des Geländes gebe es keine bestätigten Angaben.

Die Lage beim AKW veränderte sich laut Wanner nicht wesentlich: In den Reaktorblöcken 1 und 2 ist die Schutzhülle beschädigt. In den Becken, in denen Brennstäbe der Blöcke 3 und 4 gekühlt werden, siede das Wasser. Die Schätzungen, wann die Becken leer sind und hohe Mengen Radioaktivität austreten könnte, reichten von 24 Stunden bis 5 Tagen.

(et/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Rettungseinsatz der Rega.
Zürich - In Japan ist eine ... mehr lesen
Tokio - Japan hat die Gefährlichkeit ... mehr lesen
Die Japaner schützen sich mit Masken gegen die radioaktive Strahlung.
Die Kühlung mit Wasserwerfern und Helikoptern gilt als Akt der Verzweiflung
Tokio - Hoffnungsschimmer, doch die ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Die Schweizer Botschaft in Berlin mit Tunnel-Schriftzug.
Die Schweizer Botschaft in Berlin mit Tunnel-Schriftzug.
Gotthard 2016  Berlin - «Tunnel» - mit sechs Riesenbuchstaben feiert die Schweizer Botschaft in Berlin die Eröffnung des neuen Gotthard-Basistunnels. Während zwei Monaten wird der Schriftzug das Dach der Vertretung zieren. mehr lesen 1
Reaktionär  Bern - Gegen die geplante Stiefkindadoption für Homosexuelle regt sich Widerstand. Sollte das Parlament das neue Adoptionsrecht in der vorliegenden Form verabschieden, will ein überparteiliches Komitee aus den Reihen der SVP, CVP und EDU das Referendum ergreifen. mehr lesen   3
Ständerat schwenkt auf Linie des Nationalrats  Bern - Grosswasserkraftwerke sollen Subventionen erhalten, wenn sie den Strom zu tiefen Preisen verkaufen müssen. Darauf haben sich die eidgenössischen Räte geeinigt. Der ... mehr lesen
Finanzhilfen für bestehende Grosswasserkraftwerke waren im ersten Massnahmenpaket zur Energiestrategie ursprünglich nicht vorgesehen.
Johann Schneider-Ammann eröffnet den Gotthard-Basistunnel.
Beginn mit Segnung  Bern - Mit einem Treffen der Verkehrsminister der Alpenländer am Dienstagnachmittag werden ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • melabela aus littau 1
    es geht nicht nur um homosexuelle ich bin eine frau und verheiratet mit einem mann. leider betrifft es ... So, 14.08.16 13:18
  • Pacino aus Brittnau 731
    Kirchliche Kreise . . . . . . hatten schon immer ein "spezielles" Verhältnis zu ... Do, 09.06.16 08:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • Pacino aus Brittnau 731
    Demokratie quo vadis? Wenn die Demokratie den Stacheldraht in Osteuropa-, einen Wahlsieg von ... Mo, 06.06.16 07:55
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Es... muss darum gehen, die Kompetenz der Kleinbauern zu stärken. Das sorgt ... Do, 02.06.16 13:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Kindeswohl egal! Es geht doch vor allem um die eigenen Kinder der Betroffenen. Die ... Do, 02.06.16 08:10
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Verlust der Solidarität: Verlust der Demokratie! Vollständig und widerspruchsfrei beantworten lässt sich das wohl nicht. ... Mi, 01.06.16 00:18
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Unterstützung "Deshalb sind für die Sozialhilfe 267 Millionen Franken mehr und für ... Di, 31.05.16 10:38
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Di Mi
Zürich 17°C 22°C viele Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig trüb und nass Wolkenfelder, kaum Regen
Basel 18°C 23°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig trüb und nass Wolkenfelder, kaum Regen
St. Gallen 16°C 20°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig anhaltender Regen wechselnd bewölkt, Regen
Bern 17°C 22°C viele Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig anhaltender Regen Wolkenfelder, kaum Regen
Luzern 17°C 22°C viele Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig trüb und nass Wolkenfelder, kaum Regen
Genf 18°C 24°C viele Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig anhaltender Regen wechselnd bewölkt, Regen
Lugano 20°C 28°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig viele Gewitter wechselnd bewölkt, Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten