Herzog von Kent übergibt Kuppelkreuz für Dresdner Frauenkirche
Vor 55 Jahren wurde Dresden zum Flammenmeer
publiziert: Sonntag, 13. Feb 2000 / 18:12 Uhr

Dresden - 55 Jahre nach der Zerstörung Dresdens hat der Hezog von Kent am Sonntag ein neues Kuppelkreuz für die Frauenkirche übergeben.

Es war einer der schrecklichsten Nächte des zweiten Weltkriegs: Am 13. Februar legten tausende von allierten Bombern die Kulturstadt Dresden in Trümmer. Schätzungsweise 40 000 Menschen starben im darauf folgenden Feuersturm. Jetzt soll ein fast acht Meter hohes Kreuz auf der Kuppel des einstigen und neuen Wahrzeichens von Dresden, der Frauenkirche, ein Symbol der Versöhnung zwischen Deutschland und England werden. Der britische Dresden Trust finanziert die rund eine Million Mark teure Kuppelkrönung, die nach historischemn Vorbild von einem Londoner Kunstschmied gefertigt wurde. Dessen Vater war als Bomberpilot an der Zerstörung Dresdens beteiligt. An der liturgischen Feier nahmen unter anderem auch der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder und Sachsens Ministerpräsident Kurt Biedenkopf teil. Mit Gottesdiensten wollten am Abend wieder mehrere tausend Menschen an die Zerstörung der Stadt erinnern. Bei den Luftangriffen von britischen und amerikanischen Fliegern waren zehntausende Einwohner der Elbestadt und Flüchtlinge ums Leben gekommen. Im historischen Altstadtzentrum wurden neben der Frauenkirche unter anderem auch die Semperoper und das Schloss zerstört. Für den Wiederaufbau der barocken Kirche kamen nach Angaben der Stiftung Frauenkirche bisher 170 Millionen Mark zusammen. Allein 110 Millionen Mark stammten demnach von privaten Spendern. Der Aufbau der Kirche soll etwa 250 Millionen Mark kosten und im Jahr 2005 beendet sein.

(sda)

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