2004 Teuerstes Jahr für Versicherer
publiziert: Dienstag, 1. Mrz 2005 / 12:48 Uhr

Zürich - Die Katastrophen im Jahr 2004 haben versicherte Schäden von 49 Mrd. Dollar (56 Mrd. Fr.) verursacht. Seebeben, Wirbelstürme und durch Menschen hervorgerufene Unglücke haben aber insgesamt Werte in Höhe von 123 Mrd. Dollar zerstört. Über 300 000 Menschen kamen zu Tode.

Swiss Re führt die höheren Ausgaben auf mehr Stürme zurück.
Swiss Re führt die höheren Ausgaben auf mehr Stürme zurück.
Die Rückversicherung Swiss Re hat in ihrer neusten Sigma-Studie im Jahr 2004 weltweit rund 330 Katastrophen gezählt. Für die Sachversicherer sei 2004 ein rekordteures Jahr gewesen, heisst es in einer Medienmitteilung der Swiss Re weiter.

Die versicherten Schäden in Höhe von 49 Mrd. Dollar seien vor allem auf Stürme zurückgegangen: Hurrikane in den USA und umliegenden Ländern hätten allein 32 Mrd. Dollar gekostet. Taifune in Japan weitere 6 Mrd. Dollar.

Die Flutwelle am 26. Dezember im Indischen Ozean, wo die zwölf betroffenen Anrainerstaaten inzwischen 280 000 Tote und Vermisste melden, hat versicherte Schäden von 5 Mrd. Dollar verursacht. Dagegen hat allein der Hurrikan Charley im Süden der USA am 11. August, der 24 Tote forderte, die Sachversicherer 8 Mrd. Dollar gekostet.

Höhere Frequenz von Stürmen

Die Rekordschäden erklärt Swiss Re zum einen mit der höheren Frequenz von Stürmen: 13 Hurrikane in den USA und 10 Taifune in Japan. Die Wissenschaft erkläre dies mit überdurschnittlich warmen Meeresoberflächen und erhöhten Jahresdurchschnittstemperaturen in der letzten Dekade. Das Jahr 2004 sei weltweit das vierwärmste Jahr seit Beginn der Temperaturmessungen im Jahr 1861 gewesen.

Zum andern sei bei den Stürmen in Florida der Trend zu steigender Wertekonzentration deutlich geworden. Die enormen Schäden von 19 Mrd. Dollar seien vor dem Hintergrund einer in den letzten 20 Jahren um über 70 Prozent gestiegenen Bevölkerung zu sehen - das Bruttoinlandprodukt habe im gleichen Zeitraum um 130 Prozent zugenommen.

(rr/sda)

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