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Badeopfer sind meist Asylanten und Touristen
publiziert: Donnerstag, 10. Mrz 2016 / 20:00 Uhr
Badeunfälle sollen vermindert werden.
Badeunfälle sollen vermindert werden.

Bern - Unter den 50 Menschen, die im heissen Sommer 2015 beim Baden tödlich verunglückt sind, sind auffallend viele Touristen und Asylbewerber. Neu gibt es die Bade- und Flussregeln deshalb unter anderem auf Arabisch, Tamilisch und Somalisch.

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Das schreibt die Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft SLRG in einer Mitteilung vom Donnerstag. Sie hat ihre sechs Baderegeln übersetzen lassen: auf Tigrinya - die Sprache wird in Eritrea gesprochen - sowie auf Arabisch, Tamilisch, Englisch, Serbokroatisch, Portugiesisch und Somalisch. Sie werden den Asylzentren zur Verfügung gestellt und können im Internet heruntergeladen werden.

Mit der Prävention noch weiter geht das Zürcher Hallenbad Altstetten: Ein «Flüchtlingsbademeister» kümmert sich dort seit Anfang Jahr um Asylsuchende aus dem Testzentrum in der Nähe, wie das Regionaljournals von Radio SRF am Freitag berichtete. Viele dieser Bad-Besucher können kaum oder gar nicht schwimmen.

41 Männer unter den Opfern

Im vergangenen Jahr kamen 41 Männer, 4 Frauen und 5 Kinder beim Baden ums Leben. 25 Unfälle ereigneten sich in Seen - davon zwei Tauchunfälle, 22 in Flüssen und 3 in Badeanstalten. Die SLRG ruft zum Respekt vor dem Wasser auf und dazu, ihre sechs Baderegeln einzuhalten.

Die Regeln beruhten auf 85 Jahren Rettungsschwimmen und Wissen über Unfallhergänge, schrieb die SLRG. Wer sich an die Verhaltensregeln halte, sei am und im Wasser sicher. Die SLRG empfiehlt namentlich, beim Schwimmen in Flüssen eine Schwimmweste zu tragen.

In Seen sollten längere Distanzen nicht alleine geschwommen werden, und Schwimmerinnen und Schwimmer sollten eine Baywatchboje oder ein anderes Auftriebsmittel mitführen. Kleinkinder müssen laut Baderegeln «in Griffnähe» beaufsichtigt werden. Sie könnten selbst bei geringer Wassertiefe in weniger als 20 Sekunden ertrinken.

(pep/sda)

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