Celestini und Getafe im Tal der Tränen
publiziert: Freitag, 11. Apr 2008 / 13:51 Uhr / aktualisiert: Freitag, 11. Apr 2008 / 14:12 Uhr

Einen Tag nach dem vermutlich bittersten Ausscheiden in der UEFA-Cup-Geschichte (3:3 n.V. im Viertelfinal gegen Bayern München) ist den Fans im Madrider Vorortsklub Getafe wohl noch lange zum Heulen zumute.

Fabio Celestini: «So auszuscheiden ist brutal.»
Fabio Celestini: «So auszuscheiden ist brutal.»
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Für Fabio Celestini hätte es der grösste Erfolg seit dem UEFA-Cup-Final 2004 mit Olympique Marseille (Niederlage gegen Valencia) werden können. «So auszuscheiden ist brutal. Das haben wir einfach nicht verdient.»

«Mit zehn Mann gegen Bayern zu bestehen ist eine grandiose Leistung und dann passiert so was. Dass die Fans hinter uns stehen und uns applaudieren, ist im Augenblick kein Trost für uns», sagte der enttäuschte Schweizer gegenüber der spanischen Sportzeitung «Marca».

Zweifacher Rückschlag

Celestini und die 16'000 Fans im Coliseum Alfonso Perez konnten nach dem Spiel kaum glauben, was eben geschehen war.

Zweimal stand Getafe bei seiner erstmaligen UEFA-Cup-Teilnahme nur wenige Sekunden vor dem grössten Triumph der Vereinsgeschichte - der Qualifikation für die UEFA-Cup-Halbfinals. 1:0 führten die Spanier bis zur 89. Minute, bevor Franck Ribéry der Ausgleich gelang und er für die Bayern eine Verlängerung erzwang.

Vom späten Rückschlag in der regulären Spielzeit liessen sich die Madrilenen aber nicht beirren. Wie die Feuerwehr startete das Team von Michael Laudrup in die Verlängerung. 52 Sekunden nach Wiederanpfiff: Casquero - 2:1. Eine Minute später: Braulio - 3:1.

Doch während die Fans sich langsam mit dem Gedanken an den Halbfinal-Einzug gegen Zenit St. Petersburg anfreundeten, holte Bayern-Stürmer Luca Toni zum Todesstoss aus. Mit seinen Toren in der 115. und 120. Minute zeigte der italienische Stürmer, dass er die fünf Millionen Euro wert ist, die er pro Saison bei den Bayern kassiert. So brutal kann Fussball sein.

Beherzte Leistung nicht belohnt

Kämpferisch war Getafes Auftritt gegen die Bayern eine Meisterleistung. Während 114 Minuten spielten die beherzten Spanier in Unterzahl, nachdem der Schweizer Schiedsrichter Massimo Busacca Ruben de la Red mit einem zweifelhaften Entscheid (Notbremse?) bereits in der 6. Minute vom Platz gestellt hatte. «Getafe war besser», musste auch Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld zugeben, «sie waren kurz davor, uns zu demütigen.»

Für Celestini ist das Lob aus dem Mund des zukünftigen Schweizer Nationaltrainers kein Trost. «Wir werden mehrere Tage brauchen, um uns von diesem Schock zu erholen.» Viel Zeit bleibt Getafe dafür aber nicht. Bereits am nächsten Mittwoch steht für den Tabellen-Zwölften der Primera Division das nächste Highlight auf dem Programm: der spanische Cupfinal gegen den Tabellen-Vierzehnten Valencia. Mit einem Sieg und der damit verbundenen UEFA-Cup-Qualifikation 2008/09 könnte Getafe wenigstens ein kleines Trostpflaster auf seine offene Europacup-Wunde legen.

(bert/sda)

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