Cup-Opfer wollen Rehabilitation
publiziert: Samstag, 24. Okt 2009 / 09:33 Uhr

Der Ball rollt wieder in der Axpo Super League. Nach fast drei Wochen Pause wegen der WM-Qualifikation und dem Schweizer Cup wird die 13. Runde ausgetragen. Alle fünf Begegnungen haben ihren Reiz.

Klartext gesprochen: Ciriaco Sforza.
Klartext gesprochen: Ciriaco Sforza.
Die Young Boys streben bei den Grasshoppers den Ausbau der Tabellenführung an. Die Berner können darauf hoffen, dass der Zweite Neuchâtel Xamax im «Romand-Derby» in Sitten Punkte liegen lässt. Im Verfolger-Duell empfängt der Vierte Luzern im Gersag-Stadion zu Emmenbrücke den Dritten Basel.

In der AFG-Arena treffen bei St. Gallen - FC Zürich Mannschaften aufeinander, die zuletzt im Championat jeweils drei Niederlagen kassierten und deshalb nicht mehr in Kontakt mit der erweiterten Spitze sind.

Und last but not least gastiert der Vorletzte Bellinzona beim Letzten Aarau. Die «unabsteigbaren» Aargauer wollen im ersten Meisterschaftsspiel unter dem neuen Trainer Martin Andermatt zur Aufholjagd blasen.

Sforzas Lob für YB

Dass YB als klarer Favorit in die Partie im Letzigrund steigt, ist sich auch GC-Trainer Ciriaco Sforza bewusst. Er findet ausnahmslos lobende Worte für die Gelb-Schwarzen: «Was die Young Boys machen, hat Hand und Fuss.

Sie spielen befreit auf und haben das nötige Glück.» Mit seinen Schützlingen hat Sforza nach dem Cup-Out in Lugano Klartext gesprochen. Sie hätten etwas gutzumachen. Am vergangenen Sonntag sei man zu passiv gewesen.

Frühe Tagwache in Sitten

Im «Romand-Derby» hofft das überraschende Xamax auf den sechsten Sieg in Serie. In der jüngeren Vergangenheit allerdings hatten die Neuenburger gegen Sion einen schweren Stand. Die Walliser gingen über die Bücher, nachdem sie sich gegen das unterklassige Thun als Titelverteidiger aus dem Cup verabschiedet hatten.

Am Mittwoch und Donnerstag begann das Training bei Sion bereits morgens um 7.15 Uhr. Zudem besuchte Trainer Didier Tholot mit seiner Equipe ein Heim für behinderte Kinder. Er habe damit seinen Spielern zeigen wollen, wie privilegiert sie seien. Sion muss aufpassen, dass es von GC und St. Gallen nicht überholt wird.

Basels starke Bilanz

Hinter Xamax lauern Basel und Luzern. Die Basler möchten in Emmenbrücke den Schwung aus dem erfolgreichen Auftritt in Sofia mitnehmen. Sie verschenkten im ersten Aufeinandertreffen mit dem FCL zwei Punkte, als sie kurz vor Schluss den Ausgleich durch Ianu zuliessen.

Die «Bebbi» sind mächtig im Aufwind: Aus den letzten vier Meisterschaftseinsätzen resultierte das Punktemaximum bei einem Torverhältnis von 14:2. Änderungen gegenüber dem Match vom Donnerstag bei CSKA sind möglich, dürfte doch beispielsweise Ghanas U20-Weltmeister Samuel Inkoom eine Schonung gut tun.

St. Gallen ohne Topskorer Costanzo

St. Gallens Trainer Uli Forte will mit seinem Team nicht nur punkten, sondern nach vielen Gegentreffern auch zu null spielen. Man plane, dem FCZ das Leben schwer zu machen und in der Offensive mutiger zu agieren.

Forte muss bei diesem Unterfangen auf seinen gesperrten Topskorer Moreno Costanzo verzichten. Vom Gast aus Zürich ist ebenfalls eine Reaktion gefordert. Die Leistung gegen Olympique Marseille war nicht berauschend. Änderungen in der Startformation sind zu erwarten. Die Ausrede, die Champions League sei eine zusätzliche Belastung, mag FCZ-Trainer Bernard Challandes nicht mehr akzeptieren.

Rendez-vous von ehemaligen Nati-Kollegen

Im Brügglifeld ist die Situation weder für Martin Andermatt noch für dessen ehemaligen Nationalmannschafts-Weggefährten Marco Schällibaum komfortabel. Jeff Saibenes Nachfolger Andermatt steht unter Zugzwang, weil sich Aarau in diesem kapitalen Kellerduell keine weitere Niederlage erlauben darf.

Der Zuger hat sich zum Ziel gesetzt, die Loser-Mentalität abzustreifen. Schällibaum, dessen Stuhl seit längerem wackelt, plagt noch die blamable 4:5-Cup-Pleite in Kriens. Sein Kredit bei den Verantwortlichen der Tessiner ist fast aufgebraucht.

Die Partien

Aarau - Bellinzona (bisheriges Duell in der laufenden Meisterschaft: 1:4). -- Samstag, 17.45 Uhr. -- Absenzen: Alexejew, Müller, Bengondo (alle verletzt), Ludäscher und Sinanovic (beide gesperrt); Lima (gesperrt), La Rocca (verletzt), Ciaramitaro und Maaroufi (beide rekonvaleszent). -- Statistik: Das Schlusslicht Aarau kassierte zuletzt in der Axpo Super League vier Niederlagen hintereinander. Es wartet seit der ersten Runde und dem 1:0 gegen GC auf den nächsten Sieg.

Grasshoppers - Young Boys (0:2). -- Samstag, 17.45 Uhr. -- Absenzen: Rennella (verletzt), Basha (gesperrt) und Ben Khalifa (U17-WM); Raimondi (rekonvaleszent). -- Statistik: Leader YB, zuletzt drei Siege in Serie, kann dem Gastspiel im Letzigrund zuversichtlich entgegen blicken. In den letzten zwölf Direktvergleichen im Championat haben die Berner gegen GC achtmal gewonnen, dreimal unentschieden gespielt und nur einmal den Kürzeren gezogen.

Luzern - Basel (1:1). -- Sonntag, 16 Uhr. -- Absenzen: Veskovac (gesperrt), Ferreira, Lambert, Wiss (alle verletzt), Seoane und Tchouga (beide U21 nach Verletzungen); Marque, Gelabert, Costanzo und Ferati (alle verletzt). -- Fraglich: keiner; Chipperfield. -- Statistik: Basel ist im Aufwind; Der letzte Punktverlust datiert vom 30. August. Seither gabs vier Siege bei einem Torverhältnis von 14:2.

Sion - Neuchâtel Xamax (3:1). -- Sonntag, 16 Uhr. -- Absenzen: Obradovic, Chihab, Servin, Yusuf (alle verletzt) und Zambrella (Trainingsrückstand nach Verpflichtung); Binya (gesperrt) und Geiger (rekonvaleszent). -- Fraglich: Marin; Niasse und Page. -- Statistik: Sion hat seine letzten zwei Meisterschaftsspiele verloren, Xamax seine letzten fünf Partien gewonnen. Die Bilanz aus den vergangenen neun Direktbegegnungen spricht allerdings für die Walliser. Aus ihrer Sicht steht die Statistik bei vier Siegen, vier Unentschieden und einer Niederlage.

St. Gallen - Zürich (0:1). -- Sonntag, 16 Uhr. -- Absenzen: Zellweger, Costanzo (beide gesperrt), Haas, Caceres, Muntwiler, Kollar (alle verletzt), Knöpfel (U21) und Winter (rekonvaleszent); Hassli und Chikhaoui (beide verletzt). -- Fraglich: keiner; Rochat (Schulter). -- Statistik: Beide Teams wollen nach jeweils drei Niederlagen in Folge wieder punkten.

(ht/Si)

 
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