Fährunglück vor Sumatra - Über 230 Menschen gerettetJakarta - Mindestens 26 Menschen sind bei einem Fährunglück vor der indonesischen Insel Sumatra ums Leben gekommen. Rund 250 Personen wurden nach Angaben eines Marinesprechers aus der stürmischen See gerettet.
(zel/sda)

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In Indonesien kommt es wegen mangelnder Sicherheitsvorkehrungen häufig zu Fährunglücken. (Symbolbild)
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Die Fähre Dumai Express war nach Angaben eines Polizeivertreters von der Insel Batam auf dem Weg nach Pekanbaru in der Provinz Riau. Gegen 10.00 Uhr Ortszeit (04.00 Uhr MEZ) sei das Schiff vor der Insel Karimun nahe Singapur gekentert.
Unklar blieb zunächst, wieviele Passagiere sich insgesamt auf dem Schiff befunden haben und ob die Fähre womöglich überladen war. Der indonesische Schifffahrtsdirektor Sunaryo meldete unter Berufung auf die Behörden der nahe dem Unglücksort liegenden Insel Karimun sogar die Rettung von fast 300 Passagieren. Das Schiff soll aber nur für 273 Passagiere zugelassen sein.
Ein weiterer Marinesprecher schloss nicht aus, dass Passagiere im Schiffsrumpf eingeschlossen waren, als die Fähre in drei Meter hohen Wellen sank. Die Behörden suchten weiter nach Schiffbrüchigen.
Neben einer Überladung kommt nach offiziellen Angaben ein technisches Problem als Unfallursache in Frage. Ausserdem werde geprüft, ob der Kapitän oder der Hafenmeister angesichts der schwierigen Wetterverhältnisse das Auslaufen des Schiffes hätten verhindern müssen.
Weitere Fähre ebenfalls von hohen Wellen getroffen
Eine weitere Fähre mit 278 Menschen an Bord sei ebenfalls von hohen Wellen getroffen worden und auf Grund gelaufen, berichtete die Polizei. Alle Menschen an Bord hätten dieses Unglück jedoch überlebt.
In Indonesien, das aus insgesamt 17'000 Inseln besteht, sind Fähren wichtige Transportmittel. Häufig kommt es wegen mangelnder Sicherheitsvorkehrungen zu Fährunglücken.
Bis zu 335 Menschen starben, als eine Fähre im Januar in rauer See vor der Insel Sulawesi kenterte. Im Dezember 2006 kamen bei einem Fährunglück vor der Küste Javas mehr als 500 Menschen ums Leben.
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