Gabun mit Personalsorgen - Schweiz brennt auf Einsatz
publiziert: Mittwoch, 25. Jul 2012 / 23:40 Uhr
Bruno Ecuele kommt definitiv nicht nach London. (Archivbild)
Bruno Ecuele kommt definitiv nicht nach London. (Archivbild)

Gabun hat am Tag vor dem Olympia-Start gegen die Schweiz in Newcastle noch nicht alle personellen Probleme bereinigt. Die SFV-Delegation hingegen brennt auf den ersten Einsatz in England.

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Claude Mbourounot spielte die Rolle des Diplomaten von Amtes wegen überzeugend. Der grauhaarige Trainer-Senior und Mann des Jahres 2011 von Gabun bestätigte mit leiser Stimme, aber relativ gelassen die Absenz des Abwehrchefs Bruno Ecuele: «Es stimmt, er ist nicht dabei. Lorient gibt ihn nicht frei.» Über die Gründe müsse man aber nicht mit ihm reden, sondern mit dem Präsidenten des Ligue-1-Vereins.

Von einst drei aufgebotenen Ü23-Spielern ist nur einer übrig: der arbeitslose Keeper Didier Ovono (29). «Auf ihn ist Verlass. Ich kenne ihn seit seiner Juniorenzeit.» Weil der am Knöchel verletzte Verteidiger Emmanuel Ndong zurzeit ebenfalls nicht zur Verfügung steht, treten die Afrikaner heute Donnerstag nur mit 16 Spielern an.

Offenbar glühen in der Verbandszentrale aber mittlerweile die Telefondrähte. Die Verantwortlichen von «Fégafoot» bemühen sich fieberhaft um einen Ersatz. «Noch haben wir die möglichen Spieler aber nicht erreicht», erklärte Mbourounot. Ihnen werde aber schon noch etwas einfallen. Wenig kam ihm zur Schweiz in den Sinn: «Meine Informationen sind spärlich.» Möglich, dass der Coach mit seiner Aussage leicht untertrieb.

«Das Feuer lodert»

Keinen Tag zu früh kommt der Start hingegen für die Schweizer. «Das Feuer lodert schon lange im Team. Ich bin unheimlich froh, dass die Spiele nun endlich beginnen für uns», sagte Captain Diego Benaglio. Den Gegner hat er im Detail studiert: «Es ist vieles auf ihren Star im Sturm (Aubameyang) ausgerichtet, aber nicht alles. Während der Qualifikation hat das Team mit seiner extrem solidarischen Spielweise beeindruckt.»

Es ist damit zu rechnen, dass Tami in etwa mit jener Equipe starten wird, die im einzigen Test gegen Senegal 0:1 verloren hat. Der Tessiner hat die elf Namen im Kopf: «Das Team erfährt am Spieltag davon.» Die Augen Tamis leuchteten, als er den imposanten «St. James' Park» betrat - jene der Spieler auch. Jeder spazierte ehrfürchtig über den frisch gemähten Rasen und knipste ein paar «iPhone»-Bilder fürs private Olympia-Album.

Mögliche Startformation:
Schweiz: Benaglio (Wolfsburg); Morganella (Palermo), Affolter (Bremen), Klose (Nürnberg), Rodriguez (Wolfsburg); Wiss (Luzern); Frei (Basel), Hochstrasser (Luzern), Kasami (Fulham), Emeghara (Lorient); Mehmedi (Dynamo Kiew).

(bert/Si)

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