Luzern und YB bereits unter Druck
publiziert: Samstag, 2. Aug 2008 / 00:02 Uhr

Mit Luzern (in Bellinzona) und den Young Boys (in Zürich) sind vor der 4. Runde in der Axpo Super League zwei Traditionsvereine bereits unter Druck. Aarau (in Neuenburg) und Basel (in Sitten) streben den vierten Saisonsieg an.

Luzerns Trainer Ciriaco Sforza hatte nach dem missratenen Saisonstart eine unangenehme Woche.
Luzerns Trainer Ciriaco Sforza hatte nach dem missratenen Saisonstart eine unangenehme Woche.
Die punktelosen Innerschweizer spielen beim Aufsteiger Bellinzona, das ebenfalls noch punktelos ist. Luzerns Trainer Ciriaco Sforza hatte nach dem missratenen Saisonstart eine unangenehme Woche.

Am Mittwochabend fand eine Aussprache mit rund 100 Fans statt, bei der vor allem Sforza in die Zange genommen wurde. Ein weiterer Fehltritt würde dem früheren Nationalspieler wohl kaum verziehen, zumal schon die letzten beiden Partien der vergangenen Saison verloren wurden. Die Negativserie der Luzerner dauert damit bereits fünf Spiele.

Bellinzona ist die Rückkehr in die Super League bisher misslungen -- im Gegensatz zur europäischen Premiere. Den zwei Siegen gegen Ararat Jerewan stehen in der Meisterschaft die Niederlagen gegen Xamax und Basel gegenüber. Die Erfolgserlebnisse im Europacup könnten dem Team von Marco Schällibaum jedoch rechtzeitig vor dem Duell der beiden noch punktelosen Mannschaften den nötigen Schwung verliehen haben.

Unruhige Woche für die Young Boys

Eine unruhige Woche hatten auch die Young Boys, die aus den ersten drei Partien nur einen Punkt (0:0 daheim gegen Aufsteiger Vaduz) geholt hatten. Die Berner stellten den Erfolgstrainer der letzten Saison Martin Andermatt per sofort und beim ersten Anzeichen einer möglichen Krise frei.

Gegen den FC Zürich wird der bisherige Assistent Erminio Piserchia die Mannschaft betreuen, da man sich bei den Bernern für die Suche nach einem neuen Trainer Zeit lassen will. «Die Spieler müssen jetzt für den Klub einstehen», fordert Piserchia.

Offen ist auch noch immer die Akte Carlos Varela. Der spannisch-stämmige Mittelfeldspieler liess seinem Unmut laut und in grossen Buchstaben freien Lauf; öffentlich kommunizierte er seine Wechselabsichten und bot sich ausländischen Vereinen an. CEO Stefan Niedermaier und Sportchef Alain Baumann betonten jedoch abermals, dass Varela «unverkäuflich» sei. Nicht selten ist dies jedoch die Aussage vor einem Transfer.

FCZ muss konstanter werden

Beim FC Zürich will sich niemand von den Wirren der Berner ablenken lassen. «Wir konzentrieren uns auf unsere Leistung», erklärte Bernard Challandes. Der FCZ-Trainer ist mit dem Saisonstart (3 Spiele, 6 Punkte) durchaus zufrieden, fodert aber, dass seine Mannschaft noch konstanter werden müsse.

«Wir sind im Abschluss noch zu wenig effizient», bemängelte der Neuenburger an den bisherigen Auftritten. Die Partie gegen die Young Boys ist das zweite Geisterspiel, mit denen der FCZ nach den Ausschreitungen in Basel in der letzten Saison bestraft worden war. Es werden wieder rund 2000 Fans erwartet, die vor dem Stadion Stimmung machen werden.

In Sitten schob Trainer Uli Stielike die Favoritenrolle schon dem Gegner zu. «Vor dem Spiel spricht alles für Basel -- 3 Siege und ein gutes Resultat in der Champions League», so der Deutsche. Er fordert von seinem Team, dass es sich weniger «dumme Fehler» leistet und nach Ballverlusten «schneller defensiv orientiert».

Christian Gross will mit einem Erfolg im Wallis «Aarau attackieren», das derzeit punktgleich mit dem FCB die Super League anführt. Dafür verlangt er von seiner Mannschaft einen «konzentrierten, stabilen und defensiv konzentrierten Auftritt». Aarau spielt am Samstag zeitgleich bei Neuchâtel Xamax.

Die Spiele der 4. Runde in der Axpo Super League im Detail:

Neuchâtel Xamax - Aarau (letzte Saison 2:1, 2:3, 1:2, 2:2). -- Samstag, 17.45 Uhr. -- Abwesend: Coly, Quennoz (beide verletzt); keiner. -- Fraglich: Rogerio, Bengondo (beide angeschlagen), Pejcic (offene Spielberechtigung). -- Statistik: Auf eigenem Platz ist Xamax seit vier Partien sieglos; Aarau hatte mit drei Siegen in den ersten drei Spielen den besten Saisonstart seit dem Aufstieg vor 28 Jahren.

Sion - Basel (2:3, 1:1, 4:2, 1:1). -- Samstag, 17.45 Uhr. -- Abwesend: Brellier (gesperrt), Kali, Paito, Sarni (alle verletzt); Eduardo, Streller (beide verletzt). -- Fraglich: Vanczak; keiner. -- Statistik: Zuhause gewann Sion sein bisher einziges Spiel und blieb in den beiden Auswärtspartien sieglos. Basel ist in der Meisterschaft saisonübergreifend seit elf Partien ungeschlagen; die letzte Niederlage für den FCB gab es am 29. März in Luzern (0:1).

Bellinzona - Luzern. -- Sonntag, 16.00 Uhr. -- Abwesend: Miccolis (verletzt); Diarra, Thouga (beide verletzt). -- Fraglich: Di Zenzo, Lustrinelli (beide angeschlagen), Kalu, Siqueira-Barras (beide offene Spielberechtigung); keiner. -- Statistik: Bellinzona verlor seine ersten beiden Saisonspiele in der Super League; Luzern ist seit fünf Spielen in der Super League ohne Punktgewinn.

Vaduz - Grasshoppers. -- Sonntag, 16.00 Uhr. -- Abwesend: Akdemir, Wieczorek, Wüthrich (alle verletzt); Dos Santos, Feltscher, Gabriel, Mikari, Sutter (alle verletzt). -- Fraglich: Rivaldo Barbosa, Senna (offene Spielberechtigungen); keiner. -- Statistik: Die Heimspielpremiere verlor Vaduz; dafür holten die Aufsteiger auswärts vier von sechs Punkten. Die Grasshoppers sind nach dem UI-Cup auch in der Meisterschaft in Schwung gekommen. Die gute Heimbilanz der letzten Saison bestätigte GC mit dem Sieg gegen Sion.

Zürich - Young Boys (5:1, 1:1, 0:3, 1:2). -- Sonntag, 16.00 Uhr. -- Abwesend: Chikhaoui, Schönbächler, Tihinen (alle verletzt); Varela (gesperrt), Doubai, Liechti, Schwegler, Yapi (alle verletzt). -- Fraglich: Abdi, Hassli; keiner. -- Statistik: Die Zürcher vermochten die letzten drei Partien gegen YB nicht zu gewinnen. Vier verschiedene Spieler erzielten die vier Tore des FCZ. Die Young Boys sind seit nunmehr vier Spielen sieglos.

Rangliste:
1. Aarau 3/9 (7:2). 2. Basel 3/9 (5:1). 3. Neuchâtel Xamax 3/6 (4:3) und Zürich 3/6 (4:3). 5. Vaduz 3/4. 6. Grasshoppers 2/3. 7. Sion 3/3 (4:7). 8. Young Boys 3/1. 9. Bellinzona 2/0. 10. Luzern 3/0.

(smw/Si)

 
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