Viele Tunesier und Eritreer
Mehr Asylgesuche im Oktober
publiziert: Dienstag, 8. Nov 2011 / 12:45 Uhr
Asylausweis - der Zuwachs an Anfragen ist vorallem durch den arabischen Frühling zu erklären.
Asylausweis - der Zuwachs an Anfragen ist vorallem durch den arabischen Frühling zu erklären.

Bern - Im Oktober sind in der Schweiz mehr Asylgesuche eingereicht worden als im September: 2142 Personen reichten ein Asylgesuch ein, 100 mehr als im Vormonat. Die Zahl stieg damit um 4,9 Prozent.

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Wichtigste Herkunftsländer waren Tunesien (276 Gesuche), Eritrea (248) und Nigeria (216). Zu den weiteren wichtigen Ländern zählten im Oktober Afghanistan, Serbien und Syrien, wie das Bundesamt für Migration (BFM) am Dienstag mitteilte. 351 Personen konnten im Oktober an einen anderen Dublin-Staat überstellt werden, davon 247 nach Italien.

Von Januar bis Ende Oktober reichten insgesamt 17'450 Menschen in der Schweiz ein Asylgesuch ein. Damit liegt die Zahl der neuen Asylgesuche per Ende Oktober bereits um 12 Prozent über jener des gesamten Vorjahres. 2010 hatten 15'567 Personen ein Asylgesuch gestellt.

Bis Ende Jahr rechnet Justizministerin Simonetta Sommaruga mit einer weiteren Zunahme: 2011 würden es voraussichtlich 30 bis 50 Prozent mehr Asylgesuche sein als 2010, sagte sie jüngst in einem Interview der NZZ. Grund seien die Umwälzungen in Nordafrika und im arabischen Raum.

Aus Tunesien stammten bisher im laufenden Jahr insgesamt 1972 Gesuchsteller, aus Syrien 653, aus Algerien 489, aus Marokko 362, aus Libyen 225. An der Spitze liegt indes mit insgesamt 2789 Gesuchen seit Jahresbeginn Eritrea.

(dyn/sda)

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Ausgeglichen
Danke für Ihren werten Beitrag den ich schätze, da er auf die "Schere" in der Gesellschaft hinweist, die sich auch in der so gerühmten Schweiz unweigerlich zwischen der oberen und unteren Schicht merklich auftut. Aber dass dabei "nur" "Flüchtlinge" betroffen sein sollen stimmt nicht. Es betrifft alle in der Schweiz lebenden Menschen wie in der ganzen Welt. Was bei den Asylfanatikern oft auch übersehen wird, ist die Tatsache, dass eben nicht die Schweiz in erster Linie verantwortlich ist für die miserablen Zustände in den ärmlichen und/oder diktatorischen Ländern (in denen meist eine Weltanschauung herrscht die zum Himmel schreit - siehe auch "Arabischer Frühling" {ein Witz-Wort, da lediglich Diktatoren mit diktatorischen Gruppen ausgetauscht werden}), sondern eben diese Länder selbst. Natürlich muss man auch alles im globalen Licht sehen - und da sind dann wieder alle Nationen mitschuldig, denn alle sind eben Sünder und Lügner - vor allem die "Hoffnungsträger" wie der hochgepriesene "Messias" Barack Hussein Obama .
Flüchtlinge in der „humanitären Schweiz“ werden immer schlechter behandelt
Nicht vergessen sollten wir, wenn jetzt über Flüchtlinge geklagt und auch gegen Flüchtlinge gehetzt wird. Die meisten Flüchtlinge leben überwiegend ausserhalb Europas. 2009 wurden in der gesamten EU rund 260‘000 Asylanträge gestellt. In der Schweiz rechnet man in diesem Jahr mit 20‘000 Asylanträgen. Staaten wie Pakistan, Iran, Syrien und Kenia beherbergen viel mehr Flüchtlinge als die reichen Staaten des Westens. Die UNO rechnet mit weltweit 43 Millionen Flüchtlingen. Heute leben in Kenia allein im Lager Dadaab über 400‘000 Somalier in Flüchtlingslagern, zum Teil schon seit zwanzig Jahren.

Die Zahl der Plätze in den Ausschaffungs-Gefängnissen „muss“ erhöht werden. Noch mehr Flüchtlinge sollen in der „humanitären“ Schweiz also eingesperrt werden, Menschen die kein Verbrechen begangen haben. Die Medien arbeiten jetzt das Schicksal der Verdingkinder in der Schweiz auf, derweil Flüchtlinge in der Schweiz immer schlechter behandelt werden, Jahr für Jahr, Schritt für Schritt.

Heute werden Personen in der „humanitären Schweiz“ die einen endgültigen negativen Asylentscheid erhalten haben von der normalen Sozialhilfe in unserem Land ausgeschlossen – selbst wenn sie schon seit Jahren in der Schweiz leben und ihre Kinder hier die Schule besuchen und hier geboren wurden. - Rund 5‘800 Personen leben teilweise während Monaten und Jahren unter solch prekären Bedingungen. - Sie bekommen nur noch eine minimale Nothilfe, im Kanton Zürich 8.50 Franken pro Tag, in Form von Migros-Gutscheinen. Diese Migros Gutscheine sind eine reine Schikane. Nothilfebezüger haben meist keine Krankenkassenversicherung, entsprechend schwierig ist es wenn sie krank werden. Mancher einer dieser abgewiesenen Asylbewerber arbeitete vorher jahrelang in der Schweiz, hatte eine Wohnung, kam für sein Leben, für seine Frau und seine Kinder selber auf. Jetzt darf er plötzlich nicht mehr arbeiten, sollte eigentlich ausreisen, was aber in vielen Fällen wegen der Lage in seiner Heimat gar nicht möglich ist. Ein Roma zum Beispiel, der nach Jahren nach dem Kosovo zurück soll, ist dort gelinde gesagt nicht erwünscht. Auch eine Rückkehr nach dem Iran, nach Sri Lanka, nach Afghanistan ist unzumutbar. „Unter dem herrschenden Ausschaffungsregime werden Familien brutal auseinandergerissen oder die Unterschrift zur freiwilligen Rückkehr wird oft unter Druck erzwungen“, stellte die Historikerin Karin Jenny im Bulletin „Solidarität sans frontières, Nr. 2, Mai 2011“ fest. Karin Jenny engagiert sich seit einigen Jahren bei augenauf Bern.
Wird offenbar
immer enger! Zu all dem ist noch nicht mal die Ausschaffungsinitiative auch nur annähernd umgesetzt. Und es geht unvermindert weiter im alten Trott. Und da die ganz grossen Migrationsströme erst noch kommen werden, wird man sich noch auf heisse Zeiten freuen können.
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