Mindestumwandlungsatz sinkt auf 6,4 Prozent
publiziert: Donnerstag, 11. Dez 2008 / 11:42 Uhr / aktualisiert: Freitag, 12. Dez 2008 / 00:29 Uhr

Bern - Der Mindestumwandlungssatz für die Berechnung der Renten der beruflichen Vorsorge sinkt bis 2015 auf 6,4 Prozent. Der Ständerat ist im zweiten Anlauf dem Nationalrat gefolgt und hat die Vorlage mit 26 zu 0 Stimmen gutgeheissen.

Nach dem geltenden Gesetz über die berufliche Vorsorge sinkt der Mindestsatz von heute 7,05 Prozent für Männer und 7,1 Prozent für Frauen bis 2014 auf 6,8 Prozent.
Nach dem geltenden Gesetz über die berufliche Vorsorge sinkt der Mindestsatz von heute 7,05 Prozent für Männer und 7,1 Prozent für Frauen bis 2014 auf 6,8 Prozent.
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Vor anderthalb Jahren war die Senkung des Umwandlungssatzes, nach dem das angesparte Alterkapital in die Rente umgerechnet wird, im Ständerat in der Gesamtabstimmung gescheitert. Die Finanzkrise und die jüngsten Probleme der Pensionskassen führten nun zu einem Umdenken.

Nach dem geltenden Gesetz über die berufliche Vorsorge sinkt der Mindestsatz von heute 7,05 Prozent für Männer und 7,1 Prozent für Frauen bis 2014 auf 6,8 Prozent. Pro 100'000 Franken Alterskapital gäbe es dann noch 6800 Franken Rente. Alle fünf Jahre muss der Bundesrat über die Entwicklung berichten.

Wegen der immer höheren Lebenserwartung und tieferer Renditeaussichten wollte der Bundesrat den schrittweisen Abbau auf 6,4 Prozent im Jahr 2011 forcieren. Der Nationalrat drosselte das Tempo: Neu soll der Umwandlungssatz die 6,4 Prozent erst in fünf statt in drei Jahren erreichen, das heisst im Jahr 2015.

Wie Kommissionssprecherin Erika Forster (FDP/SG) vorrechnete, sinkt bei einem Altersguthaben von 100'000 Franken die Rente für Männer ab 2010 um 100 Franken, 2015 nach dem Ende des gestaffelten Absenkungspfads um 400 Franken pro Jahr. Die Frauenrente ist abhängig vom künftigen Rentenalter.

PdAS ergreift Referendum

Die Partei der Arbeit Schweiz (PdAS) macht ihrerseits ernst mit ihrer Drohung vom Parteitag im November: Mit der Annahme der Vorlage zur Senkung des Mindestumwandlungssatzes der Zweiten Säule durch den Ständerat ergreift sie das Referendum.

Nächstes Jahr wollten sie eine Volksinitiative lancieren, um die Zweite Säule ganz abzuschaffen und an deren Stelle die AHV zu setzen, sagte Leonardo Schmid, Sekretär der Partei.

(fest/sda)

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