Strommarkt: Preis für Grosskunden entscheidend
publiziert: Mittwoch, 21. Jan 2009 / 15:15 Uhr

Zürich - Ob Grosskunden in der Schweiz den Stromanbieter wechseln, hängt vom Preis ab. Dies zeigt eine Studie, welche die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) in Auftrag gegeben haben. Sie wurde in Zürich vorgestellt.

Die Strom-Grosskunden fordern Preis-Transparenz.
Die Strom-Grosskunden fordern Preis-Transparenz.
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Seit dem 1. Januar 2009 können Kunden mit einem Stromverbrauch von über 100 MWh pro Jahr ihren Stromlieferanten frei wählen. Gemäss der Studie «Wahrnehmung und Nutzung von Energieangeboten im liberalisierten Markt für Kunden mit mehr als 100 000 kWh Stromverbrauch pro Jahr» ist für die Mehrheit der befragten Firmenkunden ein Anbieterwechsel im Moment kein Thema.

30 Prozent der Firmen geben jedoch an, dass sie einen Wechsel des Stromanbieters im Rahmen der Marktöffnung in Betracht ziehen. Westschweizer Firmen seien grundsätzlich etwas wechselbereiter, heisst es in der Mitteilung der EKZ.

Der Preis ist gemäss Umfrage der Hauptantrieb für einen Wechsel. Mit zunehmendem Stromverbrauch werde er wichtiger. Knapp ein Drittel der Befragten gibt an, dass der Strompreis gar matchentscheidend ist. Er müsste allerdings verglichen mit heute mindestens 11 Prozent höher sein, damit ein Wechsel geprüft würde.

Wenig Interesse an grünem Strom

Die Bereitschaft von Unternehmen, heute oder in Zukunft für ökologischen Strom mehr zu bezahlen, ist kaum vorhanden. Gemäss Umfrage sind die Befragten ziemlich sicher, dass in den nächsten 20 Jahren in der Schweiz zusätzliche Kernkraftwerke gebaut werden müssen.

Die Studie kommt zum Schluss, dass die Energiebranche klar Stellung beziehen müsse. Es müsse deutlich werden, warum die Liberalisierung für die Betroffenen von Vorteil sei. Grosskunden müssten insbesondere bezüglich der Preise innerhalb einer nützlichen Frist mit klaren Antworten versorgt werden.

Die Studie wurde im November 2008 vom Markt- und Sozialforschungsinstitut gfs-zürich durchgeführt. 510 Grosskunden der Deutschschweiz (70 Prozent) und der Westschweiz (30 Prozent) wurden telefonisch befragt.

(ht/sda)

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