Zahlreiche Menschen nach wie vor ohne Strom
publiziert: Samstag, 11. Aug 2007 / 14:00 Uhr / aktualisiert: Samstag, 11. Aug 2007 / 14:26 Uhr

Bern - In den meisten betroffenen Unwettergebieten der Schweiz hat sich die Lage nach dem Ausbleiben weiterer Regenfälle entschärft. Die Situation am Bielersee und in der Stadt Laufen bleibt aber angespannt.

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Die Situation am Bielersee entspanne sich nur zögerlich, sagte der Nidauer Regierungsstatthalter Werner Könitzergegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Der Pegel sei auf sehr hohem Niveau stabil. Dies verhindere, dass die Einsatzkräfte grossräumig Pumpaktionen durchführen könnten, sagte Könitzer.

Entlang des Bielersees sind nach wie vor mehrere Gemeinden ohne Strom. Er rechne damit, dass man frühestens am Montag die Elektrizitätseinrichtungen überprüfen und reinigen könne, sagte Könitzer.

Es werde sicher noch einige Tage dauern, bis man wieder von einer einigermassen normalen Situation sprechen könne.

Entspannt hat sich die Lage am Hagneckkanal, wo die Aare in den Bielersee fliesst. Am Donnerstag hatte man befürchtet, der dortige Damm könnte brechen.

Grosse Schäden in Laufen

Auch Laufen BL, wo die Birs über die Ufer getreten war, bot immer noch ein Bild der Zerstörung. Die Aufräumarbeiten gehen aber vorwärts, wie Vize-Stadtpräsidentin Lilly Kuonen Reber sagte. Doch in den Quartieren Altstadt und Norimatt herrscht weiter Ausnahmezustand. Die Zufahrt bleibt gesperrt; nur Anwohner und Helfer haben Zutritt.

Weil das Stromnetz noch nicht repariert ist, bleibt es hier nachts dunkel. Man müsse jeden Keller auspumpen, bevor man das Stromnetz des Gebietes wieder in Betrieb nehmen könne, sagte Kuonen.

Klärwerk kaputt

Auch in der Laufentaler Abwasserreinigungsanlage in Zwingen BL sind die Hochwasserschäden noch nicht behoben. Beschädigt sind laut einem Polizeisprecher die elektrischen Anlagen; die Reparatur dauert fünf bis zehn Tage. Bis dahin laufen die häuslichen Abwässer laut Krisenstab ungeklärt in die Birs.

Auf Strasse und Schiene fliesst der Verkehr seit Freitag meist wieder störungsfrei. Erneut gesperrt werden musste aber die Bahnstrecke Bern - Freiburg, weil das Gelände zwischen Schmitten FR und Flamatt FR erneut instabil geworden ist. Erst nächste Woche steht gemäss SBB fest, welche Arbeiten nötig sind.

(fest/sda)

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