Suche nach dem zweiten Flugschreiber
Germanwings-Drama: Bergung fortgesetzt
publiziert: Freitag, 27. Mrz 2015 / 09:49 Uhr

Seyne-les-Alpes - Die Bergungsarbeiten am Ort des Airbus-Wracks in den französischen Alpen sind am Freitag in den vierten Tag gegangen. Die ersten Helikopter starteten am Morgen in Richtung Tête de l'Estrop. Hinter diesem Gipfel war die Germanwings-Maschine am Dienstag zerschellt.

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Die Aufmerksamkeit der Einsatzkräfte gilt besonders der Suche nach dem zweiten Flugschreiber, der weitere Erkenntnisse zum Geschehen im Cockpit vor dem Absturz liefern könnte. Nach den bisherigen Ermittlungen hatte der Copilot, der sich allein im Cockpit befand, aus unbekannten Gründen einen Sinkflug gestartet und das Flugzeug mit 150 Menschen an Bord zum Absturz gebracht.

Die Helikopter bringen die sterblichen Überreste der Passagiere und Crew-Mitglieder in das Einsatzzentrum in Seyne-les-Alpes. Rechtsmediziner arbeiten bereits an der Identifizierung der Leichen, die schon ins Tal gebracht wurden.

Spezialtests gefordert

Vor dem Hintergrund des Dramas forderte die UNO derweil regelmässige medizinische Spezialtests von Piloten. Diese Untersuchungen müssten sowohl die psychische als auch die körperliche Fitness der Piloten prüfen, erklärte die Internationale Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) am Donnerstag.

Mit der französischen Air France denkt zudem eine der führenden Linien-Fluggesellschaften als Konsequenz aus dem Absturz über die Besetzung in ihren Cockpits nach. Air France verfolge aufmerksam Entwicklung und Ergebnisse der juristischen und technischen Untersuchungen nach dem Unfall, heisst es in einer der Nachrichtenagentur dpa vorliegenden Erklärung der Fluggesellschaft. Die Frage der Anwesenheit einer zweiten Person im Cockpit sei ein wichtiges Thema.

Offenbar vergeblicher Axt-Einsatz

Die «Bild»-Zeitung berichtete am Freitag unter Berufung auf Sicherheitskreise, dass der ausgesperrte Pilot mit einer Axt versuchte, die Tür zum Cockpit zu öffnen, um den Sinkflug der Maschine zu stoppen. «Zu der Sicherheitsausrüstung eines A320 gehört auch eine Axt», sagte eine Germanwings-Sprecherin der Zeitung.

Bevor die Sicherheitsmassnahmen nach den Anschlägen vom 11. September 2001 in den USA massiv verstärkt wurden, war es möglich, die Türen im Notfall mit der Axt einzuschlagen.

Lufthansa-Chef Carsten Spohr berichtete am Donnerstag von einer mehrmonatigen Ausbildungsunterbrechung des 28-Jährigen, ohne die Gründe dafür zu benennen. Der «Bild»-Zeitung zufolge pausierte der Co-Pilot damals wegen einer «schweren depressiven Episode». Auch zuletzt war er demnach in regelmässiger medizinischer Behandlung.

(bg/sda)

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