Königlicher Nachwuchs im Zoo Zürich
publiziert: Mittwoch, 15. Aug 2012 / 16:04 Uhr
Zucht von Königspinguinen im Zoo Zürich erfolgreich.
Zucht von Königspinguinen im Zoo Zürich erfolgreich.

Zürich - Das Publikum lässt ihn kalt. Statt sich zu zeigen, versteckt sich der kleine Königspinguin lieber in Papas Bauchfalte. Doch bald wird das am 19. Juli im Zoo Zürich geborene Jungtier zu gross dafür sein, denn dank der nahrhaften «Fischsuppe», die die Eltern füttern, wachsen Pinguinküken äusserst schnell.

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Die Zucht von Königspinguinen ist nicht einfach, wie Zoodirektor Alex Rübel am Mittwoch sagte. Doch in dieser Saison haben die Zürcher Königspinguine sieben Eier gelegt. Befruchtet waren allerdings nur zwei. Noch in dieser Woche wird das zweite Küken erwartet.

Weil immer grosse Aufregung unter den Pinguinen herrscht, wenn Eier gelegt werden und diese dann beschädigt werden könnten, greifen die Betreuer zu einem Trick: Nur routinierte Paare dürfen ihr Ei behalten, bei den anderen werden die Eier durch Imitate ausgetauscht, bis sich die Aufregung gelegt hat. Dann werden die echten Eier den brütenden Paaren wieder untergelegt.

Mit einer Körperlänge von einem Meter und einem Gewicht von rund 15 Kilogramm gehören die Königspinguine zu den Grosspinguinen. Die Vögel mit den charakteristischen goldgelben Ohr- und Kehlflecken leben auf sieben subarktischen Inseln und brüten in bis zu 100'000 Vögeln umfassenden Kolonien auf kargem Grasland oder in steinigem Gelände.

Im Zoo Zürich ist ihre Unterkunft auch bei sommerlicher Hitze auf 7 Grad Celsius gekühlt. Dies allerdings weniger, weil die Tiere es wärmer nicht aushalten würden, als wegen Krankheiten, die sich bei hohen Temperaturen ausbreiten könnten. Ins Freie dürfen die Königspinguine daher auch erst wieder, wenn es weniger als 10 Grad hat, wie Alex Rübel sagte.

Schnelle und effiziente Schwimmer

Um das anstrengende Brutgeschäft bewältigen zu können, legen sich die Königspinguine beträchtliche Fettreserven zu. Wenige Stunden nach der Eiablage übernimmt das Männchen das Ei und das Weibchen geht zur Futtersuche ins Meer. Nach einigen Wochen kehrt es zurück, und nun wechseln sich die Partner beim Brüten ab.

Auf ihrer Nahrungssuche bewältigen die Pinguine grosse Distanzen. Brutplätze und Jagdgebiete liegen oft Hunderte von Kilometern auseinander, und die Tiere schwimmen Tagesetappen von bis zu 200 Kilometern.

Während sie an Land eher unbeholfen umher watscheln, bewegen sich die Pinguine im Wasser äusserst gewandt. Sie gleiten mit rund 10 Stundenkilometern durchs Wasser und benötigen dafür nur sehr wenig Energie. So schwimmt ein mittelgrosser Pinguin mit der Energie von einem Kilogramm Krill (Kleinkrebse) knapp 200 Kilometer weit. Das sind umgerechnet rund 7 cl Benzin auf 100 Kilometer.

Diese Leistung erreichen die Pinguine durch ihre spindelförmige Körperform. Der Flügelantrieb sorgt gleichzeitig für eine unvergleichliche Manövrierfähigkeit.

(alb/sda)

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