Postgasse-Prozess: Strafen zwischen 9 und 12 Jahren beantragt
publiziert: Donnerstag, 23. Jun 2005 / 21:58 Uhr

Bern - Im Berner Postgasse-Prozess fordert der Staatsanwalt Zuchthausstrafen zwischen 9 und 12 Jahren. Die vier Angeklagten haben im Mai 2003 einen Passanten brutal zusammengeschlagen und laut Staatsanwalt kaltblütig seinen Tod in Kauf genommen.

Es handle sich um "eine feigsten und brutalsten Gewalttaten der letzten Jahrzehnte im Kanton Bern"
Es handle sich um "eine feigsten und brutalsten Gewalttaten der letzten Jahrzehnte im Kanton Bern"
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Die damals 18- bis 21-jährigen Hip-Hopper hatten am 11. Mai 2003 um zwei Uhr morgens einen damals 40-jährigen Berner Historiker brutal vom Rad gerissen und ihn mit Faustschlägen und Fusstritten vor allem an Kopf, Gesicht und Nacken lebensgefährlich verletzt.

Es handle sich um "eine feigsten und brutalsten Gewalttaten der letzten Jahrzehnte im Kanton Bern", sagte Staatsanwalt César Lopez vor dem Kreisgericht Bern-Laupen. Auch Gruppendynamik sei keine Erklärung und Entschuldigung für diese Taten, bei denen sich Blicke "in tiefste Abgründe der menschlichen Seele" auftäten.

Drogenkonsum keine Entschuldigung

Keine Entschuldigung sei auch der von den Männern geltend gemachte Drogenkonsum. Nicht alle diesbezüglichen Angaben der Angeschuldigten seien glaubhaft, zudem hätten sie genau gewusst, wozu sie unter Drogeneinfluss fähig waren.

Das Verschulden der jungen Männer wiege schwer. Sie hätten ihre Opfer erniedrigt und eine unglaubliche kriminelle Energie an den Tag gelegt.

Einweisung abgelehnt

Die vom psychiatrischen Experten geforderte maximal vierjährige Einweisung in eine Arbeitserziehungsanstalt lehnte Lopez ab. Die Voraussetzungen dazu seien nicht gegeben: So könne angesichts der Einzigartigkeit des Falles keinesfalls von Jugendkriminalität gesprochen werden und es bestehe eine beträchtliche Rückfallgefahr.

Die Resozialisierung sei wichtig und auch in der Strafanstalt möglich. Genauso wichtig sei es aber, der Öffentlichkeit zu zeigen, dass derart schweres Delikt entschieden sanktioniert werde.

(bert/sda)

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