Lohngleichheit und höhere Mindestlöhne gefordert
SGB kritisiert fehlende Gleichstellung der Frau
publiziert: Dienstag, 8. Mrz 2011 / 12:00 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 8. Mrz 2011 / 13:07 Uhr
Laut dem SGB verlief die Gleichstellung sogar rückläufig.
Laut dem SGB verlief die Gleichstellung sogar rückläufig.

Bern - Trotz Verfassungsartikel und Gesetz ist die Gleichstellung der Frau in der Schweiz in den vergangenen Jahren nur schleppend vorangekommen. In der Lohngleichstellung seien sogar Rückschritte zu verzeichnen, kritisiert der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) anlässlich des internationalen Tages der Frau.

7 Meldungen im Zusammenhang
Die Diskriminierung ist in Verbänden, Stiftungen und Genossenschaften allerdings deutlich geringer als in der Privatwirtschaft. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der Universität Freiburg.

Die im Auftrag des Bundesamtes für Statistik und des Eidg. Büro für die Gleichstellung von Mann und Frau veröffentlichte Studie zeigt, dass Frauen in der Schweiz durchschnittlich rund 14 Prozent weniger verdienen als Männer - und dies in vergleichbaren Positionen und bei gleichem Beschäftigungsgrad. Im mittleren Management wächst der Unterschied auf durchschnittlich 22 Prozent und im oberen Management sogar auf 31 Prozent.

In gemeinnützigen Organisationen wie Verbänden, Stiftungen und Genossenschaften bestehen zwar ebenfalls Lohnunterschiede zu Ungunsten der Frauen, aber sie fallen deutlich geringer aus als in gewinnorientierten Unternehmen: Im oberen Management machen sie fünf Prozent aus und im mittleren Management sieben Prozent, wie die Auswertung von Lohndaten aus den vergangenen zehn Jahren zeigt.

«Achtung. Fertig. Frauen los!»

Die im SGB zusammengeschlossenen 16 Einzelgewerkschaften rufen für den 14. Juni zu einem nationalen Aktions- und Streiktag auf - unter dem Motto: «Achtung. Fertig. Frauen los!». Verwiesen wird auf die Abstimmung zum Gleichstellungsartikel in der Bundesverfassung vor 30 Jahren und auf den Frauenstreik vor 20 Jahren.

Dezentrale Aktionen wie Streikpausen in den Betrieben, Protestversammlungen, ad-hoc-Kundgebungen, Demonstrationen in den Städten und Feste sollen am 14. Juni «für neue Bewegung in der Gleichstellung sorgen». Als zentrale Forderungen nennt der SGB in einer Mitteilung Lohngleichheit, bessere Mindestlöhne, ausreichend Kita-Plätze, Umverteilung der bezahlten und unbezahlten Arbeit sowie Vaterschafts- und Elternzeit.

(dyn/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
1
Forum
Machen Sie auch mit! Diese news.ch - Meldung wurde von einer Leserin oder einem Leser kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
San Francisco - Als erste US-Stadt will San Francisco eine voll bezahlte berufliche Auszeit für frisch gebackene Eltern ... mehr lesen
Bundesgesetze erlauben Vätern und Müttern eine unbezahlte Auszeit von bis zu drei Monaten.
Bern - 20 Jahre nach dem grossen nationalen Frauenstreiktag dürfte sich das Bild wiederholen: Am 14. Juni erwarten die 45 ... mehr lesen 1
90 Prozent der Pflegearbeit wird von Frauen verrichtet, doch die Chefs sind häufig Männer. (Symbolbild)
Annie Lennox.
Sängerin Annie Lennox hat sich anlässlich des Internationalen Frauentages für ... mehr lesen 1
Genf - Die Zahl weiblicher Parlamentsabgeordneter hat weltweit einen neuen Höchststand erreicht - eines ... mehr lesen
Im Nationalrat sitzen 29 Prozent Frauen.
Weitere Artikel im Zusammenhang
«Wer Vollzeit arbeitet, soll von diesem Lohn leben können.»
Bern - Wer Vollzeit arbeitet, soll von diesem Lohn leben können. Dieses Ziel möchten ... mehr lesen 6
Bern - Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) fordert mehr Geld für Arbeitnehmende mit kleinen und mittleren Einkommen. ... mehr lesen 6
Weiter vorantreiben will der SGB auch das Projekt AHVplus.
Amüsant
Ach je der SGB, der tapfere Kreuzritter von der traurigen Gestalt, träumt noch nachts...
davon, wie er gegen die Natur (und die Wirtschaft) ...äääh ... gegen die Windmühlen kämpft . Sancho Pansa SP treu zur Seite ! Ein Bild wie gemalt.
Seit dem 1. Januar 2013 ist das neue Kindes- und Erwachsenenschutzrecht in Kraft.
Seit dem 1. Januar 2013 ist das neue Kindes- und ...
Zu viele Fälle  Bern - Im Jahr 2014 haben die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden (KESB) schweizweit mindestens 24'527 Gefährdungsmeldungen für Erwachsene und 21'879 für Kinder erfasst. Viele Behörden klagen über zu wenig Personal respektive zu viele Fälle. 
Die neue Regelung sieht vor, dass auch Angestellte von Kinderkrippen zu einer Meldung verpflichtet werden.
Nein zu verschärfter Meldepflicht bei Gefährdung des Kindeswohls Bern - Der Nationalrat will die Meldepflicht bei Verdacht auf Gefährdung des Kindeswohls nicht ausweiten. ...
Während dem WEF  Bern - Hacker haben im vergangenen Januar versucht, den Rüstungsbetrieb Ruag und ...
Der Cyberangriff auf das VBS habe während des Weltwirtschaftsforums stattgefunden, sagte Parmelin.
GPDel beurteilt Attacke als «gravierend» Bern - Die Geschäftsprüfungsdelegation des Parlaments (GPDel) beurteilt den ...
SVP verzichtet nach Cyberangriff und Datendiebstahl auf Anzeige Bern - Die SVP verzichtet auf eine Anzeige gegen die ...
Cyper-Angriffe auf Shops und E-Mail-Konten-Hack hängen zusammen Bern - Die Melde- und Analysestelle Informationssicherung ...
Titel Forum Teaser
  • Pacino aus Brittnau 720
    Es ist genau diese Haltung . . . . . . die uns in den Wahnsinn treibt. Tempo 30 auf Autobahnen wäre dann ... heute 13:23
  • PMPMPM aus Wilen SZ 234
    Wäre schön... ...es wäre ein neoliberales Parlament! Leider ist die SVP in der ... heute 09:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1745
    Ach so ist das? Nur weil es hunderttausend Raser gibt, die meist den IQ eines Gorillas ... heute 00:25
  • Pacino aus Brittnau 720
    Gute Nacht Rechtspflege . . . . . . 100'000 Fahrausweisentzüge im Jahr bringen bei einer ... gestern 17:23
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3895
    Und... wer schützt den Stacheldraht? Eine Grenze, die nicht auch bis in ... gestern 14:10
  • HeinrichFrei aus Zürich 423
    Männer, Frauen und Kinder in Ausschaffungshaft: Politische Gefangene? Flüchtlinge würden häufig als Belastung oder Bedrohung empfunden, sagte ... gestern 05:35
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3895
    Zur... Flüchtlingskrise hat Saudi-Arabien kürzlich gesagt, dass das Land ... So, 01.05.16 15:33
  • Kassandra aus Frauenfeld 1745
    Aufpassen, dass man nicht in die falsche Richtung läuft! Denn das kann die SVP noch ... Mi, 27.04.16 11:05
 
Wettbewerb
   
Mitmachen und gewinnen.  Rechtzeitig zum Release des siebten Teils der Star Wars-Serie («Das Erwachen der Macht») verlosen wir zwei DVDs.
Mitmachen und gewinnen.  Rechtzeitig zur Premiere von «The First Avenger: Civil War» verlosen wir zwei Fan-Pakete mit jeweils zwei Kinoeintritten.
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Do Fr
Zürich 3°C 16°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Basel 3°C 15°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
St. Gallen 4°C 12°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Bern 1°C 15°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Luzern 4°C 15°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Genf 7°C 17°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Lugano 14°C 23°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten