«Wodka kostete früher 40 SFr.»
Städtepräsident Fluri fordert mehr Ruhe im Nachtleben
publiziert: Sonntag, 15. Sep 2013 / 07:24 Uhr
Fluri: Ein Liter Wodka für 15 Franken ist zu billig.
Fluri: Ein Liter Wodka für 15 Franken ist zu billig.

Solothurn - Der neue Präsident des Städteverbandes, der Solothurner Stadtpräsident Kurt Fluri, fordert mehr Mässigung im Nachtleben der Schweizer Städte. Er spricht sich im Interview mit der «NZZ am Sonntag» für Verkaufsbeschränkungen bei alkoholischen Getränken aus.

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Zudem fordert er eine Rückkehr zu früheren Polizeistunden. «Bei der Freigabe der Sperrzeiten im Nachtleben haben gewisse Städte und Kantone übertrieben. Da müssen wir wieder einen Schritt zurück machen», sagt Fluri.

Der oberste Stadtpräsident ruft den Nationalrat, dem er selber angehört, dazu auf, am kommenden Mittwoch bei der Beratung des Alkoholgesetzes griffige Massnahmen wie Mindestpreise und ein nächtliches Verkaufsverbot zu beschliessen.

«Wir stellen fest, dass ein Liter Wodka heute schon für rund 15 Franken zu haben ist. Das ist zu billig.» Früher habe man für eine Flasche rund 40 Franken bezahlt. «Dieser Preis dünkt mich eher angebracht», sagt Fluri.

Seinen Aufruf erklärt Fluri damit, dass der übermässige Alkoholkonsum mittlerweile zu einem der grössten Probleme der Schweizer Städte geworden sei. In vielen Städten sei am Wochenende ein Grossteil der Polizei mit der Bewältigung solcher Probleme absorbiert und könne doch nicht viel dagegen tun.

Die Romands verlangen, dass der Verkauf von Alkohol im Detailhandel von 22 bis 6 Uhr künftig verboten wird. Dies zeigen die Resultate einer am Sonntag veröffentlichten Umfrage des Instituts für Markt- und Meinungsforschung Isopublic im Auftrag des «SonntagsBlick».

64 Prozent der befragen Westschweizer sprechen sich fürs Verbot aus, nur 30 Prozent sind dagegen. Befragt wurden 1000 Personen. Umstritten ist das Nachtverkaufsverbot von Alkohol hingegen in der Deutschschweiz.

Eine knappe Mehrheit von 50 Prozent sagen Nein dazu, 46 Prozent sprechen sich dafür aus. Der Ständerat hat das Nachtverkaufsverbot von Alkohol gutgeheissen, die zuständige Kommission des Nationalrats sagte hingegen klar Nein.

(dap/sda)

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Eine Woche?
Nein, das möchte ich mir lieber nicht vorstellen - der Leidensdruck wird dadurch nur grösser. Das wäre, wie wenn Sie einen Zwangsarbeiter aus dem Steinbruch für 1 Woche in die Karibik fliegen - die Rückkehr wird er nicht verkraften;-)

Krieg. Krieg dezimiert die Bevölkerung, schafft Deppen aus dem Weg und gibt Raum für neues. Für Europa die einzige Option, wenn die Bevölkerung der Sklaverei aus dem Weg gehen will und nicht als Haustiere für die Obrigkeit enden möchte.
Wenn noch?
Man kann langsam wirklich Keinen mehr wählen. Alle Parteien laufen nur noch auf Bevormundung, Bestrafung, Besteuerung und Erziehung des Bürgers hinaus.

Stellen wir uns alle einfach mal vor unserem geistigen Auge eine Woche vor, in der uns alle diese Volldeppen in Ruhe lassen! Nur eine Woche. Quer durch alle Parteien!
Politiker zu sein...
...ist schon ein geiler Job! Was die Vorgänger kopflos verbrochen haben, sollen die Nachfolger wieder hinbiegen.

Kann sich noch jemand an die Debatte um die Alkoholpreissenkungen erinnern? Als ich noch Jugendlicher war, musste ich den Suff teuer bezahlen. Damals kostete ein Vodka tatsächlich 40 Stutz und ein Whiskey mindestens das Doppelte, wollte man nicht auch noch mit Kopfschmerzen aufwachen.
Irgendwann in grauer Vorzeit beschlossen unsere Vorfahren, auf hochprozentige Alkoholika, genannt Spirituosen, eine hohe Abgabe für den Staat zu erheben.
In den 90ern wurde die sang- und klanglos abgeschafft. Mein fotografisches Gedächtnis hat die erstaunlichen Aussagen von Politikern dazu minutiös abgespeichert.
Raten Sie mal, welches Argument zur Abschaffung der Abgaben geführt hat?
Sie haben richtig geraten: es sei nicht mehr zeitgemäss. Das Universal-Argument, dass jederzeit alles rechtfertigt.

Nun ist es, einige Alkoholleichen später und mit völlig durcheinandergeratenem Biorhythmus der Jugend, dank geldgierigen Veranstaltern und Clubbetreibern, sowie verantwortungslosen Eltern und Pädagogen endlich wieder einmal soweit, die Dummheit der 90er zu korrigieren.

Mich persönlich stört weder ein Alkoholverkaufsverbot am Abend, noch eine Preiserhöhung auf früheres Niveau.
Aber es gäbe tatsächlich Massnahmen, die besser wirken würden. Nur, wer traut sich, den Gewerbetreibenden die beste Kundschaft, da zahlungswillig und unkritisch, namentlich die Jugend, abspenstig zu machen?

In der Stadt gibt es so eine Art Szenegasse, in der mehrere Lokale, die allesamt demselben Besitzer-Konglomerat gehören - und übrigens nur so im Geld schwimmen. Die Jugendlichen, die sich dort vornehmlich Mittwochs treffen, da die HSGler dann geschlossen in den Ausgang dürfen, stehen aber eigentlich nur auf den Gassen herum.
Die Lokale sind also zu eigentlichen Alko-Theken degeneriert; es erinnert ein wenig an Münchner Besäufnis-Kultur - nur eben nicht mit Bier, sondern mit Hochprozentigem für die harten Kerle und mit schnüsigem farbigen Kopfwehgesöff für die Damen, sozusagen der Fitnessteller in Sachen Alkohol.
Ich würde da also den Hebel mal ganz woanders ansetzen, als einfach nur den Wodkapreis heraufzusetzen.
Ein Alkoholverkaufsverbot abends bringt überhaupt gar nichts, da die als Lokal getarnten Alkotheken davon nicht betroffen sind.
Prost.
.
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