Über 6300 Tote nach dem stärksten Erdbeben seit Jahrzehnten
publiziert: Sonntag, 26. Dez 2004 / 15:05 Uhr

Jakarta - Das stärkste Erdbeben seit Jahrzehnten hat in Südasien mindestens 6300 Todesopfer gefordert. Allein auf Sri Lanka starben durch Flutwellen mehr als 2100 Menschen. An der Ostküste Indiens wurden mehr als 1800 Menschen getötet, an der Ostküste Indiens mehr als 1000.

Die Flutwelle traf mit einer Geschwindigkeit von 200 Metern pro Sekunde auf das Festland. Bild: - Archiv.
Die Flutwelle traf mit einer Geschwindigkeit von 200 Metern pro Sekunde auf das Festland. Bild: - Archiv.
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Im touristischen Süden von Thailand wurden mindestens 168 Todesopfer gezählt, in Südindien ertranken nach Regierungsangaben mindestens tausend Menschen.

Die Opferzahlen dürften weiter ansteigen. So sagte in Thailand Regierungssprecher Jakrapob Penkair, am härtesten sei die wegen des Unwetters noch immer völlig unzugängliche Insel Phi-Phi zwischen Phuket und dem Festland betroffen. Wir haben Grund zu der Annahme, dass allein dort mehr als 200 Menschen umgekommen sind.

Viele hundert seien vermutlich auf See gekentert und würden vermisst. Laut örtlichen Medien wurden Spaziergänger direkt vom Strand ins Meer gerissen.

8.9 auf der Richterskala

Vermisst wurden ausserdem über 100 Tauchtouristen. Die meisten von ihnen, rund 70, hatten die berühmte Höhle Tham Moralkot, auch Emerald Cave genannt, besucht. Die Höhle ist nur Tauchern zugänglich und eine der Hauptattraktion für Urlauber im Süden Thailands.

Von der Flutwelle und Überschwemmungen betroffen sind zudem Bangladesch und die Malediven. Genaue Zahlen über die Opfer in diesen Ländern liegen nicht vor.

Der Erdstoss hatte nach indonesischen Angaben mindestens die Stärke 6,4. US-Geologen haben gemäss japanischen Medien die Stärke auf 8,9 auf der Richterskala angehoben. Es sei das stärkste Beben seit 64 Jahren.

(mo/sda)

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