Zoll in Hongkong schnappt Elfenbeinhändler
publiziert: Sonntag, 21. Okt 2012 / 08:51 Uhr
In Fracht-Containern aus Kenia und Tansania wurden u.a. zahlreiche Stosszähne von bedrohten Elefanten entdeckt. (Symbolbild)
In Fracht-Containern aus Kenia und Tansania wurden u.a. zahlreiche Stosszähne von bedrohten Elefanten entdeckt. (Symbolbild)

Hongkong - Der Zoll in Hongkong hat eine Rekordmenge an geschmuggeltem Elfenbein abgefangen: Er stellte 3,8 Tonnen im Wert von 3,4 Millionen Dollar sicher. Die Elefantenzähne waren in zwei Containern aus Tansania und Kenia verborgen.

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Die Zollmitarbeiter fanden zunächst am Dienstag fast 1000 Elfenbeinstücke - insgesamt mehr als 1900 Kilogramm - sowie aus Elfenbein hergestellte Zierstücke in dem Container aus Tansania. Das Schmuggelgut war in Säcken mit Plastikresten versteckt, wie die Behörden bekannt gaben.

Einen Tag später konfiszierten sie dann 237 Stosszähne der bedrohten Elefanten in der Lieferung aus Kenia. Sieben Verdächtige wurden festgenommen.

Fahndung in China und Hongkong

Zuvor hatte die chinesische Polizei in Dongguan in der südchinesischen Provinz Guangdong sieben mutmassliche Elfenbein-Schmuggler verhaftet. Die Festnahmen sind das Ergebnis einer zweimonatigen Zusammenarbeit zwischen Hongkonger Zollfahndern und ihren Kollegen in Festland-China.

Für die illegale Ladung mussten mehr als 600 afrikanische Elefanten ihr Leben lassen. Der Schwerste der 1209 Stosszähne wiegt 40,6 Kilogramm.

«Wir glauben, dass die kleinere Anzahl der Stosszähne nach Festland-China geschickt werden sollte und der Rest in andere Regionen wie Japan oder Taiwan», sagte der Chef der Hongkonger Hafenzollbehörde, Lam Tak-fai.

Der Zeitung «South China Morning Post» erklärte er, ein Container habe einen Umweg über die Vereinigten Arabischen Emirate, Malaysia und China gemacht, um seine Herkunft zu verschleiern. Der andere kam über Malaysia.

Der Schmuggel mit illegalem Elfenbein hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Im vergangenen Jahr brachten die Zollbehörden weltweit 4759 Stosszähne auf, das ist eine Zunahme von 200 Prozent gegenüber 2010.

(asu/sda)

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