Elektroheizungen sollen ersetzt werden
Nationalratskommission fordert Ersatz von Elektroheizungen
publiziert: Dienstag, 24. Apr 2012 / 21:44 Uhr
Eine veraltete Nachtspeicher Heizung.
Eine veraltete Nachtspeicher Heizung.

Bern - Die Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie des Nationalrates (UREK) fordert, dass die Elektroheizungen in Gebäuden bis 2025 ersetzt werden. Sie will den Bundesrat beauftragen, die nötigen Rahmenbedingungen zu erarbeiten.

3 Meldungen im Zusammenhang
Die Kommission beschloss einstimmig, eine entsprechende Motion einzureichen. Die Elektroheizungen verbrauchten gleich viel Strom, wie das Atomkraftwerk Mühleberg produziere, gibt die Kommission in einer Mitteilung vom Dienstag zu bedenken.

Die über 250'000 Elektroheizungen, die in der Schweiz in Betrieb sind, verbrauchen jährlich etwa 3 Terawattstunden Strom. Ein Ersatz mit effizienteren Heizsystemen würde beträchtliche Einsparungen ermöglichen, schreibt die Kommission.

Bundesrat will Förderprogramm

Auch der Bundesrat möchte, dass Elektroheizungen ersetzt werden. Er plant ein Förderprogramm zum Ersatz von Elektroheizungen und Elektroboilern, wie er vergangene Woche im Rahmen der Energiestrategie bekannt gab.

National- und Ständerat haben sich bereits mit dem Thema befasst: Der Nationalrat stimmte nach dem Ja zum Ausstieg aus der Atomenergie einem Verbot von Elektroheizungen zu. Der Vorstoss lautete ähnlich wie der nun eingereichte: Bis 2025 sollten die Stromfresser ersetzt werden. Der Ständerat lehnte dies jedoch ab. Nun startet die Nationalratskommission einen neuen Versuch.

Keine Risikoprämie auf Atomstrom

Nein sagte die Kommission dagegen zu einer Risikoprämie von 5 Rappen pro Kilowattstunde auf Strom aus Kernenergie. Sie beantragt dem Nationalrat mit 16 zu 9 Stimmen, eine entsprechende parlamentarische Initiative abzulehnen.

Nein sagte die Kommissionen auch zu Standesinitiativen, die eine Energiewende fordern. Aus ihrer Sicht haben sich diese erübrigt. Mit der Energiestrategie 2050 des Bundesrates würden die Anliegen aufgenommen, schreibt die Kommission.

Gegen Pfand auf Getränkeflaschen

Auch ein obligatorisches Pfand auf Getränkeflaschen und -dosen lehnt die UREK ab. Nach dem Ständerat empfiehlt die UREK ihrem Rat, eine entsprechende Standesinitiative des Kantons Basel-Stadt abzulehnen.

Nach Ansicht der Basler wäre ein Pfandsystem ein effizientes Instrument, um gegen achtloses Wegwerfen von Abfall - so genanntes Littering - vorzugehen. Der Ständerat hielt das Pfand dagegen nicht für ein geeignetes Mittel. Gerade bei Flaschen und Dosen sei die Recycling-Quote in der Schweiz durchgängig hoch.

Littering stellt aber sowohl für den Ständerat als auch die nationalrätliche UREK ein ernstes Problem dar. Die UREK will das Thema wieder aufnehmen, sobald ein Bericht aus der Verwaltung über mögliche Massnahmen vorliegt, mit denen Kantone und Gemeinden in dieser Aufgabe unterstützt werden könnten.

 

(fest/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Green Investment Bern - Ein obligatorisches Pfand auf Getränkeflaschen soll das jetzige Recyclingsystem in der Schweiz ... mehr lesen
Gebrauchte PET-Flaschen. (Symbolbild)
Bern - Die Schweizer sind fleissige Sammler: Letztes Jahr wurden 94 Prozent der Glasverpackungen an die Sammelstellen gebracht. Von den Alu-Dosen wurden ... mehr lesen
In der Schweiz wird sehr fleissig gesammelt. (Symbolbild)
Professionelle Beratungsdienstleistungen in den Bereichen Windkraft, Pho ...
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. 13
Finanzhilfen für bestehende Grosswasserkraftwerke waren im ersten Massnahmenpaket zur Energiestrategie ursprünglich nicht vorgesehen.
Finanzhilfen für bestehende Grosswasserkraftwerke ...
Ständerat schwenkt auf Linie des Nationalrats  Bern - Grosswasserkraftwerke sollen Subventionen erhalten, wenn sie den Strom zu tiefen Preisen verkaufen müssen. Darauf haben sich die eidgenössischen Räte geeinigt. Der Ständerat ist am Dienstag auf die Linie des Nationalrats eingeschwenkt. 
Treffen der deutschsprachigen Umweltminister  Melk - Die Umweltministerinnen und -minister der deutschsprachigen Länder haben sich ...
Im Mittelpunkt steht die Umsetzung des Klimaabkommens von Paris.
Schweiz produziert wenig Strom aus erneuerbaren Energien Zürich - Kein Nachbarland und nur vier von 29 untersuchten europäischen Staaten produzieren ...
Die Schweiz liegt auf dem europäischen Ranking auf Platz 25.
Titel Forum Teaser
  • Pacino aus Brittnau 730
    Kirchliche Kreise . . . . . . hatten schon immer ein "spezielles" Verhältnis zu ... Do, 09.06.16 08:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1777
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • Pacino aus Brittnau 730
    Demokratie quo vadis? Wenn die Demokratie den Stacheldraht in Osteuropa-, einen Wahlsieg von ... Mo, 06.06.16 07:55
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Es... muss darum gehen, die Kompetenz der Kleinbauern zu stärken. Das sorgt ... Do, 02.06.16 13:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1777
    Kindeswohl egal! Es geht doch vor allem um die eigenen Kinder der Betroffenen. Die ... Do, 02.06.16 08:10
  • Kassandra aus Frauenfeld 1777
    Verlust der Solidarität: Verlust der Demokratie! Vollständig und widerspruchsfrei beantworten lässt sich das wohl nicht. ... Mi, 01.06.16 00:18
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Unterstützung "Deshalb sind für die Sozialhilfe 267 Millionen Franken mehr und für ... Di, 31.05.16 10:38
  • Pacino aus Brittnau 730
    Weltweiter Rechtsrutsch . . . . . . weil es die Grünen und die Linken mit ihrer endlosen ... Mo, 30.05.16 13:29
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Di Mi
Zürich 14°C 22°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig Wolkenfelder, kaum Regen
Basel 12°C 22°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig vereinzelte Gewitter
St. Gallen 12°C 20°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig vereinzelte Gewitter
Bern 12°C 22°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig freundlich
Luzern 14°C 21°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig vereinzelte Gewitter
Genf 12°C 23°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig vereinzelte Gewitter
Lugano 19°C 27°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich vereinzelte Gewitter
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten