Vermögensverwalter leitet Verfahren gegen UBS ein
publiziert: Dienstag, 13. Jan 2009 / 19:50 Uhr

Paris - Der französische Vermögensverwalter Oddo et Cie. hat ein Verfahren gegen die UBS in Zusammenhang mit dem Madoff-Betrug eingeleitet. Damit will er 45 Mio. Fr. wiederbeschaffen, die in die Madoff-Firma investiert wurden.

Verbrecher in gutem Zwirn: Bernard Madoff bleibt wegen seines Reichtums vom Gefängnis verschont.
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Oddo verkaufte die Aktien seiner Kunden, die im luxemburgischen Fonds Lux Alpha lagen, dessen Depositärin die UBS war, am 4. November. Das war mehr als einen Monat bevor Madoff verhaftet worden war.

Geld habe Oddo aber nie gesehen, sagte eine Firmensprecherin der französischen Nachrichtenagentur AFP. Darum habe Oddo gegen die UBS in Luxemburg ein Verfahren eingeleitet, sagte sie weiter. Details nannte sie nicht.

Die Klage sei bei der UBS eingegangen, bestätigte Sprecherin Tatiana Togni auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Die kollektiven Anlagevehikel wie auch die Firma von Madoff hätten nicht auf der Empfehlungsliste für direkte Anlagen des UBS-Wealth-Managements fungiert, erklärte Togni.

Weiter auf freiem Fuss

Der 70-jährige Bernard Madoff steht in New York unter Hausarrest. Erst am Montag lehnte ein Richter seine Inhaftierung ab. Madoff war am 11. Dezember wegen mutmasslicher Milliarden-Betrügereien festgenommen worden, dann aber gegen 10 Mio. Dollar Kaution freigekommen.

Madoff wird vorgeworfen, Investoren als Chef seiner Vermögensberatung mit einem riesigen Schneeball-System um Milliarden geprellt zu haben.

(fest/sda)

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