Breite Ja-Allianz für Tierseuchengesetz
publiziert: Donnerstag, 25. Okt 2012 / 19:09 Uhr
Tierseuchen vorbeugen ist besser als heilen.
Tierseuchen vorbeugen ist besser als heilen.

Bern - Das neue Tierseuchengesetz füllt aus Sicht der Befürworter eine Lücke in der Bekämpfung von Tierseuchen, indem es die Grundlage für die Prävention schafft. Dass die Gegner vor allem von Impfzwang sprechen, wertet die breite Ja-Allianz als «absurd».

Wir setzen uns für die Verbesserung der Qualität von Tierheimen und Tierschutzprojekten im In- und Ausland ein.
7 Meldungen im Zusammenhang
Das alte Tierseuchengesetz von 1966 berücksichtigt die Vorbeugung von Tierepidemien überhaupt nicht, wie Markus Zemp, Präsident der Arbeitsgemeinschaft Schweizer Rinderzüchter, am Donnerstag bei der Präsentation der Ja-Kampagne in Bern ausführte. Zemp stiess die Gesetzesrevision an, als er noch Aargauer CVP-Nationalrat war.

Die Prävention werde immer wichtiger, da durch den internationalen Handel und den Klimawandel neue Seuchen in die Schweiz gelangen könnten, sagte er. «Vorbeugen ist besser als heilen.»

Konkret soll der Bund künftig mit Früherkennungsprogrammen die Seuchenlage überwachen und rasch eingreifen können. Für die Prävention soll der Bund jährlich rund 3 Millionen Franken ausgeben. Die Schlachtabgabe zur Finanzierung der Prävention wird zudem national einheitlich geregelt.

Weiterer Hauptpunkt ist für die Befürworter, dass die Aufgaben zwischen Bund und Kantonen klar getrennt werden. Die Kantone sollen weiterhin die vom Bund koordinierten Massnahmen umsetzen. Deshalb hätten die Kantone das Gesetz auch unterstützt, sagte Josiane Aubert (SP/VD).

Diskussion als absurd kritisiert

Harsch kritisierte das Befürworterkomitee die Argumente der impfkritischen Gegner, die das Referendum ergriffen hatten. «Die Diskussion zum Impfzwang ist absurd», sagte Christian Wasserfallen (FDP/BE). In Sachen Impfen solle der Bund künftig lediglich Impfstoffe beschaffen und diese an die Kantone verteilen können.

Auch der Bundesrat betont, dass sich an den heute gültigen Regeln für ein Impfobligatorium nichts ändern werde. Die Gegner argumentieren, dass Tiere als Folge von Impfungen Qualen leiden müssten. Sie befürchten, dass natürliche Heilmethoden benachteiligt werden könnten.

Bescheidene Ja-Kampagne

Die Räte hiessen das Gesetz fast einstimmig gut, wie das Abstimmungskomitee mit Vertretern aller grossen Parteien in Erinnerung rief.

Die Ja-Kampagne nimmt sich angesichts dieser breiten Unterstützung bescheiden aus: Für Flyer und Plakate sollen rund 50'000 Franken zur Verfügung stehen. Ob Zeitungsinserate geschaltet werden, wird erst noch entschieden.

Nach dem Scheitern der Referenden gegen die Steuerabkommen kommt das Tierseuchengesetz als einzige eidgenössische Vorlage am 25. November zur Abstimmung.

(bg/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Die Schweizer Zeitungen haben das deutliche Ja des Schweizer ... mehr lesen 3
Verschiedene Meinungen zum Tierseuchengesetz.
Seedorf UR - Die SVP empfiehlt die Revision des Tierseuchengesetzes, über die am kommenden 25. November abgestimmt wird, zur ... mehr lesen
Niederlage für Hansjörg Walter.
Viehseuche Schmallenberg-Virus breitet sich bis ins Berggebiet aus.
Bern/Poschiavo GR - In der Schweiz breitet sich eine neue Tierseuche immer weiter aus. Das Schmallenberg-Virus verursacht Missbildungen bei Kälbern, Lämmern und Ziegen. Nun ... mehr lesen
Bern - Das Parlament will dem unkontrollierten Handel mit Hundewelpen den Riegel schieben. Der Ständerat hat am Mittwoch das ... mehr lesen 1
Haustier-Handelsverbot zur Unterbindung der Geschäfte aus Osteuropa.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Für die kranken Hühner ist das Leben vorbei. (Symbolbild)
Bern - Im Kanton Neuenburg müssen 5000 Legehennen geschlachtet werden. ... mehr lesen
Bern - Die Schweiz wappnet sich für die Bekämpfung von Tierseuchen und die Vorbeugung von Tierkrankheiten. Sie ... mehr lesen
Gesunde Tiere sind ein zentrales Qualitätsmerkmal von schweizerischen Produkten.
Mehr Menschlichkeit für Tiere
Seriöser Einsatz für das Wohl der Tiere
Der Kuckuck ist nur noch selten zu beobachten.
Der Kuckuck ist nur noch selten zu ...
Blaumeise auf dem Vormarsch  Sempach LU - Der Kuckuck zählt zu den Verlierern in der Vogelwelt. Zu diesem Schluss kommt die Vogelwarte in einer Zwischenbilanz zu einer Art Volkszählung der Vögel, die sie bis 2016 in der Schweiz und in Liechtenstein durchführt. Die Blaumeise hingegen ist auf dem Vormarsch. 
Auktion  London - Ein bis zu 50'000 Jahre altes ...
Das Auktionshaus hatte öffentlich nach einem Namen für das Skelett gesucht und sich für den Vorschlag Monty entschieden.
Die Schweiz ist einer der grösseren Importeure von Stopfleber-Produkten.
Luxusgut Foie Gras  Zürich - Am heutigen Mittwoch wird anlässlich des zweiten ...  
16'000 Unterschriften gegen Verzehr  Bern - Das Fleisch von Hunden und Katzen soll in der Schweiz nicht mehr gegessen und ...
Ich darf!
Ein Fall für das Fürsorgeamt: Tell und Sohn.
Typisch Schweiz Wilhelm Tell - Public Enemy No 1 Das vielleicht seltsamste an der Schweiz ist der ...
Sparen um der Büchse willen.
Shopping BlueQ Retro-Spardose Die Spar-Zinsen auf der Bank sind heute so tief, dass es sich nicht mehr lohnt das Geld auf die Bank zu bringen. Umso mehr lohnt sich das Geld zuhause in einer stylischen Blechdose ...
Jürg Zentner gegen den Rest der Welt.
Jürg Zentner
Verstehen viel vom Theater - wenig vom demokratischen Handeln: Papst Franziskus, Jean-Claude Juncker
Regula Stämpfli seziert jeden Mittwoch das politische und gesell- schaftliche Geschehen.
Regula Stämpfli
Protest in New York gegen die Grand Jury Entscheidung: Protest gegen institutionalisierte Unterdrückung.
Patrik Etschmayers exklusive Kolumne mit bissiger Note.
Patrik Etschmayers
Es hat sich viel geändert in Myanmar: Zeitungen der freien Presse - vor drei Jahren noch undenkbar.
Peter Achten zu aktuellen Geschehnissen in China und Ostasien.
Peter Achten
Ehemaliger Einsiedler Abt Martin Werlen: Von den Luzerner Ethiklehrern als Verstärkung geholt. (Archivbild)
Skeptischer Blick auf organisierte und nicht organisierte Mythen.
Freidenker
Wir setzen uns für die Verbesserung der Qualität von Tierheimen und Tierschutzprojekten im In- und Ausland ein.
Übrigens: Hier könnte auch Ihr Unternehmen gefunden werden.
Erfassen Sie zuerst Ihr kostenloses Firmenporträt! Mit dem Firmenporträt präsentieren Sie Ihr Unternehmen und Ihre wichtigsten Dienstleistungen schnell und einfach auf dem wichtigsten KMU-Marktplatz der Schweiz.
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
Seite3.ch
wetter.ch
DO FR SA SO MO DI
Zürich 4°C 7°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Basel 6°C 7°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
St.Gallen 5°C 6°C leicht bewölkt nebelig nebelig nebelig nebelig nebelig
Bern 7°C 8°C leicht bewölkt stark bewölkt stark bewölkt stark bewölkt stark bewölkt stark bewölkt
Luzern 8°C 9°C leicht bewölkt stark bewölkt stark bewölkt stark bewölkt stark bewölkt stark bewölkt
Genf 10°C 12°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Lugano 8°C 9°C bedeckt, wenig Regen bedeckt, wenig Regen bedeckt, wenig Regen bedeckt, wenig Regen bedeckt, wenig Regen
mehr Wetter von über 6000 Orten