Welpenmafia: «Vier Pfoten» warnt vor illegalem Hundehandel
publiziert: Mittwoch, 14. Jan 2015 / 15:43 Uhr
Vorischt vor skrupellosen Hundehändlern!
Vorischt vor skrupellosen Hundehändlern!

Wie die jüngsten Ereignisse von Konstanz zeigen, gibt es auch immer öfters Fälle von illegalem Hundehandel in der Schweiz.

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Dieses kriminelle Geschäft hat in den vergangenen Jahren leider trotz diverser Kampagnen und Aufklärungsarbeiten zugenommen. Hundewelpen sind davon besonders betroffen.

Im erwähnten Fall vom Konstanzer Hundehandel wollten diverse Schweizer einer Polin Hunde abkaufen, welche diese zuvor in einem Kleinlaster nach Deutschland gebracht hatte. Aufmerksame Passanten meldeten die dubiosen Vorgänge der Polizei. Nur dank diesen Tipps konnten die neun Käufer am Zoll angehalten und ein Verfahren gegen die Polin eröffnet werden. Immer wieder finden die Händler dankbare Abnehmer. Doch diese wissen in der Regel nicht, worauf sie sich dabei einlassen.

Was versteht man unter illegalem Welpenhandel?

Abertausende Hundewelpen werden jährlich aus Profitgier von Welpenhändlern aus Polen, Tschechien, Ungarn und Rumänien quer durch Europa gekarrt und in Ländern wie der Schweiz, Deutschland oder Österreich verkauft.

Was viele nicht wissen ist, dass die Hunde wie am Fliessband und unter schlimmsten Bedingungen in Massen gezüchtet werden. Die Welpen müssen in finsteren Verschlägen, Kellern oder Schuppen unter katastrophalen Bedingungen aufwachsen. Oft herrscht auch Futterknappheit, da an allen Ecken gespart wird. Auch Hygiene oder Gesundheitskontrollen existieren nicht, was eine Verbreitung von Krankheitserregern und Parasiten zur Folge hat.

Im Alter von nur wenigen Wochen werden dann die Welpen viel zu früh von ihren Müttern getrennt und eingepfercht in Taschen oder Kisten in engen Kofferräumen ohne Futter, Wasser und Licht in die Abnahmeländer transportiert. Dies sind alles sehr traumatisierende Erlebnisse für die Welpen.

Wie werden die illegalen Welpen verkauft?

Die illegalen Welpen werden via Internet- oder in Zeitungsinseraten, meist unter falschen Angaben, angepriesen. Die Rassenvielfalt ist riesig, es gibt kaum eine Rasse, mit welcher die Welpenhändler keinen Profit schlagen.

In den Inseraten ist oft von «familiärem Anschluss» oder «liebevoller Aufzucht» die Rede. Doch von beidem ist in den meisten Fällen nichts zu sehen. Hinter solchen Angeboten verbirgt sich oft extremes Tierleid.

Die Welpen haben mehrheitlich gar keine oder nur gefälschte Impfpässe. Selbst wenn sie auf den ersten Blick halbwegs normal wirken, sind sie in der Regel jedoch gesundheitlich stark angeschlagen oder sogar krank. Nicht wenige sterben bereits nach ein paar Tagen oder Wochen in den Armen des neuen Hundebesitzers - trotz intensiver medizinischer Behandlung.

Mehr Informationen zum illegalen Welpenhandel

«Vier Pfoten» hat die Online-Plattform www.stopptwelpendealer.org ins Leben gerufen, die Informationen rund um den illegalen Welpenhandel sowie Tipps zu der Anschaffung eines Hundes bietet. Die Seite beinhaltet zusätzlich noch ein Tool für Käufer, welche schlechte Erfahrungen oder verdächtige Beobachtungen gemacht haben und diese teilen möchten. User können so mit «Vier Pfoten» Kontakt aufnehmen und ihren Fall schildern.

(Vier Pfoten)

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