Flüchtlinge
Die Gruppierung «Collectif R» besetzt Uni-Hörsaal in Lausanne
publiziert: Montag, 23. Nov 2015 / 20:10 Uhr / aktualisiert: Montag, 23. Nov 2015 / 20:33 Uhr
Im Geopolis Gebäude der Universität Lausanne wurde ein Hörsaal besetzt.
Im Geopolis Gebäude der Universität Lausanne wurde ein Hörsaal besetzt.

Lausanne - Ein Kollektiv, das sich für Flüchtlinge einsetzt, besetzt seit Montag einen Hörsaal der Universität Lausanne. Die Aktivisten wollen auf ihr Engagement aufmerksam machen und hoffen auf Unterstützung aus dem akademischen Umfeld. Die Uni-Leitung bedauert das Vorgehen.

Die Gruppierung nennt sich Collectif R, wobei das R für "réfugié", Flüchtling, steht. Die Aktion an der Universität Lausanne soll vier Tage dauern. "Für Menschenrechte, gegen Dublin-Ausschaffungen", steht sinngemäss übersetzt auf einem Transparent am Eingang des Geopolis-Gebäudes.

Der Öffentlichkeit ist das Collectif R bereits bekannt, weil es seit acht Monaten den Pfarrsaal der St-Laurent-Kirche in Lausanne besetzt hält. Es verlangt die Abschaffung der Ausschaffungen von Asylsuchenden unter Berufung auf das Dublin-Abkommen.

Das Kollektiv und die anwesenden Flüchtlinge wollen bis Donnerstag die Stellung halten. Etwa 500 Professoren, Assistenten und Studierende unterstützten die Aktion. Am Mittag befanden sich rund 50 Personen vor Ort - Mitglieder der Gruppierung, Flüchtlinge und Studierende.

Die Gruppierung lancierte zudem eine Petition und kündigte an, vor Ort Debatten, Vorträge und "Solidaritäts-Mahlzeiten" zu organisieren. Eine Gruppe wird auch im Hörsaal übernachten.

Rektorat bedauert Methode

Das Rektorat der Uni Lausanne bedauerte die gewählte Methode. Die Universität wäre einverstanden gewesen, für Debatten Räume zur Verfügung zu stellen, wie Vizerektorin Danielle Chaperon der sda sagte. Aber um die Medien aufmerksam zu machen, werde ein Hörsaal in der Nacht besetzt. "Wir fühlen uns instrumentalisiert."

Das Rektorat sei in einer heiklen Lage, sagte Chaperon. Es seien bereits Mails aus der Universität eingegangen mit der Frage, wann diese Leute umquartiert würden. Ein Treffen des Rektorats mit dem Kollektiv ist für Dienstag geplant.

 

(fest/sda)

.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Bedeutende Fragen stellen sich international erfolgreiche Menschen längst auch auf Englisch.
Bedeutende Fragen stellen sich ...
Business und Karriere  Die Anforderungen, die die Berufswelt von heute an Einsteiger, Bewerber und langjährige Arbeitnehmer stellt, weichen deutlich von denen ab, die noch in der Vergangenheit galten. Kommunikationsfähigkeit beschreibt im modernen Business nicht nur rhetorisches Geschick in der Muttersprache, sondern auch das Beherrschen mindestens einer Fremdsprache. mehr lesen 
Unser Anliegen ist das Wecken und Unterstützen des frühkindlichen Verständnisses für Technologie und Naturwissenschaften - letztendlich zum langfristigen Nutzen der Schweizer Bildung.
Publinews Kindercity Volketswil  In der Kindercity in Volketswil lernen Kinder zwischen zwei und zwölf Jahren spielerisch die Welt der Wissenschaft und ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich 14°C 23°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft Wolkenfelder, kaum Regen
Basel 15°C 24°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft freundlich
St. Gallen 14°C 21°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft Wolkenfelder, kaum Regen
Bern 14°C 22°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft Wolkenfelder, kaum Regen
Luzern 14°C 22°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft Wolkenfelder, kaum Regen
Genf 16°C 23°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft recht sonnig
Lugano 19°C 26°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten