121 Mio. Menschen sind von Depressionen befallen
publiziert: Dienstag, 26. Jul 2011 / 08:49 Uhr
Tendenz: Steigend - immer mehr Menschen werden von Depressionen getroffen (Symbolbild).
Tendenz: Steigend - immer mehr Menschen werden von Depressionen getroffen (Symbolbild).

Bern - Menschen in den reichen Ländern sind häufiger von depressiven Phasen betroffen als in ärmeren. Frauen trifft es häufiger als Männer. Und der Verlust eines Partners ist überall eine wichtige Ursache, wie aus einer gross angelegten Studie hervorgeht.

Medizin Jobs und Jobs Gesundheitswesen
12 Meldungen im Zusammenhang
Weltweit sind 121 Millionen Menschen von Depressionen betroffen. Das berichtet ein grosses internationales Forscherteam um Evelyn Bromet von der State University of New York in Stony Brook im Fachmagazin «BMC Medicine». Basis sind detaillierte Interviews mit mehr als 89'000 Menschen aus 18 Ländern.

Die zehn Länder mit hohem Einkommen sind Deutschland, Belgien, Frankreich, Israel, Italien, Japan, die Niederlande, Neuseeland, Spanien und die USA. Zu den acht übrigen Länder mittleren und niedrigen Einkommens zählten etwa Brasilien, Indien, China, Mexiko, Südafrika sowie die Ukraine.

Wohlstandskrankheit

Laut der Studie tragen 15 Prozent der Menschen in Ländern mit hohem Einkommen das Risiko, im Lauf des Lebens an einem depressiven Zustand zu leiden. In Ländern mit einem niedrigen oder mittleren Einkommen liegt diese Zahl mit 11 Prozent niedriger.

5,5 Prozent der Befragten in den reichen Ländern gaben an, im Jahr vor ihrem Interview eine Depression gehabt zu haben. Von einer depressiven Episode (MDE, major depressive episode) ist die Rede, wenn fünf von neun bestimmten Kriterien erfüllt sind.

Zu den Depressionskriterien zählen unter anderem der Verlust des Selbstbewusstseins, Schlaf- und Appetitlosigkeit, schlechte Konzentrationsfähigkeit und ein Gefühl der Traurigkeit. Entsprechende Tests mit Fragebögen sind bei der Diagnose weit verbreitet.

Verlust des Partners

Der Anteil von MDE war in den reichen Länder erhöht - 28 Prozent gegenüber 20 Prozent in den Ländern mit dem geringeren Einkommen. Besonders hoch - mehr als 30 Prozent - war der Wert in Frankreich, den Niederlanden und den USA. Besonders niedrig fiel der Anteil in China aus: 12 Prozent.

Über die Kulturen hinweg litten Frauen doppelt so oft wie Männer, und der Verlust des Partners durch Trennung, Scheidung oder Tod ist hier wie dort erwartungsgemäss einer der Hauptauslöser. «Dies ist die erste Studie, die eine standardisierte Methode einsetzt, um Depressionen und MDE über die Länder und Kulturen hinweg zu vergleichen», sagte Bromet.

(dyn/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Zürich - Jede fünfte Person in der Schweiz erkrankt in ihrem Leben einmal an einer Depression. Das kostet die ... mehr lesen
Jede fünfte Person in der Schweiz erkrankt in ihrem Leben einmal Depression. Das kostet rund 10 Milliarden Franken jährlich.
Viele Arbeitnehmer leiden an Depressionenen.
Brüssel/Hildesheim - Jeder zehnte Arbeitnehmer in Europa ist schon einmal wegen ... mehr lesen 1
Bayreuth - Sprichworte wie «Indianer kennen keinen Schmerz» haben einen hohen Preis: Männer tun sich schwer dabei, ... mehr lesen
Männer nehmen von sich aus seltener Hilfe in Anspruch als Frauen.  (Symbolbild)
Längst nicht alle Betroffenen lassen sich behandeln. (Symbolbild)
Bern - In der Schweiz leidet jeder oder jede Sechste unter einer psychischen Störung. Allerdings sind entgegen der ... mehr lesen
Helsinki - Menschen im erwerbsfähigen Alter, die alleine leben, haben ein um bis zu 80 Prozent höheres Risiko an einer Depression ... mehr lesen 1
Alleine und unglücklich.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Alleinerziehende Mütter fühlen sich oft kraftlos.
Hamburg/München - Alleinerziehende Mütter sind stärker Burnout-gefährdet als Vorstände von Finanzinstituten. Nur drei Prozent ... mehr lesen
Heidelberg - Burnout ist ein Modewort, kritisiert Ulrich Hegerl, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Deutsche Depressionshilfe. «Der Begriff klingt zunächst harmlos - er führt aber in die Irre. Es gibt auch keine Behandlung für Burnout, weil es auch keine Definition gibt», sagt Hegerl im pressetext-Interview. mehr lesen 
Basel/Washington - Entgegen früherer Forschungsresultate sind junge Frauen nicht weniger selbstbewusst als junge ... mehr lesen
Junge Frauen sind nicht weniger selbstbewusst als junge Männer: Cheerleader vor dem Auftritt.
Frühe Nutzung in der US-Armee: Ein Psychiater betreut einen Soldaten im Irak.
Raleigh - Die Idee der psychologischen Betreuung über weite Distanz ist ... mehr lesen
Leipzig - Jeder fünfte Schweizer erkrankt an einer Depression. Neue Behandlungsansätze bauen ganz auf die Psychologie und ... mehr lesen
Chronisch Depressive brauchen mehr als Medizin.
Atlanta/Zug - Depression wird sich im 21. Jahrhundert auch zu einer Männerkrankheit entwickeln. Das behaupten Forscher der Emory University im «British Journal of Psychiatry». Der Wandel der traditionellen Rollenbilder in Wirtschaft und Sozialleben werde vielen Männern zum Problem, da er Wurzeln des männlichen Selbstwerts angreife. mehr lesen 
Transparenter CH Medikamentenpreisvergleich
Wir kommen zu Ihnen, damit Sie zuhause bleiben können
Ankommen. Ausatmen. Eintauchen.
Seerose Resort & Spa
Seerosenstrasse 1
5616 Meisterschwanden
Massagepraxis Zürich-Oerlikon
Alexa Gesundheitsmassagen
Schwamendingenstrasse 36
8050 Zürich-Oerlikon
Akupunktur, Tuina, Massage, Laserakupunktur, Taping
Der Patient ist in einem Spezialzimmer untergebracht.
Der Patient ist in einem Spezialzimmer ...
Notwendige Massnahmen getroffen  Genf - Der Gesundheitszustand des kubanischen Arztes, der in Sierra Leone an Ebola erkrankt ist und in Genf betreut wird, bleibt stabil, wenn auch besorgniserregend. Der 43-Jährige war in der Nacht auf Freitag in einem privaten Ambulanzflugzeug nach Genf gebracht worden. 
Tötung wegen Vogelgrippe  Den Haag - Wegen des Ausbruchs der Vogelgrippe in den Niederlanden haben die Behörden die Tötung tausender Enten angeordnet. In der Gemeinde ...  
Zehntausende Tiere wurden bereits getötet. (Symbolbild)
Kein Geflügel aus Grossbritannien und Niederlande Bern - Nach dem Ausbruch der Vogelgrippe in Grossbritannien und in den Niederlanden hat das Bundesamt ...
Niederlande verbieten Geflügeltransporte nach Vogelgrippe-Fall Den Haag - In den Niederlanden ist auf einem Bauernhof eine ...
Titel Forum Teaser
  • Kassandra aus Frauenfeld 1065
    Die Musen sterben! Es wäre ja eine schöne Sache, wenn alle Waren der Welt überall frei ... gestern 20:28
  • LinusLuchs aus Basel 48
    Demokratie im Niedergang? Ihre Überlegungen finde ich absolut plausibel und sehr spannend, ... gestern 11:32
  • Kassandra aus Frauenfeld 1065
    Kapitalismus im Niedergang? Ich möchte mich mal nur auf den Schluss ihres Beitrages konzentrieren, ... Fr, 21.11.14 18:36
  • LinusLuchs aus Basel 48
    Inquisition Reloaded Das Festhalten am Bekannten, Bewährten und damit am Sicheren, ... Fr, 21.11.14 13:45
  • jorian aus Dulliken 1521
    Die verdammten Fakten Warum heisst Grönland Grönland? Warum kann man in Schottland keinen ... Fr, 21.11.14 04:03
  • Kassandra aus Frauenfeld 1065
    Ideologische Scheuklappen? Sie haben wohl Recht, LinusLuchs, wenn Sie bezüglich der Aussage "„Dass ... Do, 20.11.14 18:34
  • Kassandra aus Frauenfeld 1065
    Das kann ich aus meinem Berufsleben unbedingt bestätigen. Mitarbeiter im Verkauf und den ... Do, 20.11.14 00:51
  • LinusLuchs aus Basel 48
    Neoliberalismus keine Ideologie? Patrik Etschmayer war bei diesem Satz wohl einen Moment etwas ... Mi, 19.11.14 13:18
Christian Schaffner ist Executive Director vom Energy Science Center (ESC) an der ETH Zürich.
ETH-Zukunftsblog Chancen und Risiken im Energiesektor Mit der Energiestrategie 2050 will der Bund das ...
Medizin Jobs und Jobs Gesundheitswesen
Übrigens: Hier könnte auch Ihr Unternehmen gefunden werden.
Erfassen Sie zuerst Ihr kostenloses Firmenporträt! Mit dem Firmenporträt präsentieren Sie Ihr Unternehmen und Ihre wichtigsten Dienstleistungen schnell und einfach auf dem wichtigsten KMU-Marktplatz der Schweiz.
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
SO MO DI MI DO FR
Zürich 7°C 10°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Basel 4°C 12°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
St.Gallen 7°C 11°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Bern 2°C 10°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Luzern 4°C 9°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Genf 4°C 14°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Lugano 5°C 12°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
mehr Wetter von über 6000 Orten