Zusammenhang erstmals hergestellt
Depressionen: Noradrenalin wichtig bei Anfälligkeit
publiziert: Mittwoch, 17. Feb 2016 / 11:15 Uhr
Noradrenalin ist besser erforscht.
Noradrenalin ist besser erforscht.

Montreal - Noradrenalin, ein Neurotransmitter und Hormon, könnte die Anfälligkeit für Depressionen durch seine Wirkung auf die Dopamin-Neuronen im Gehirn beeinflussen. Zu diesen Ergebnis kommt eine Studie der McGill University.

3 Meldungen im Zusammenhang
Ob traumatische Ereignisse eine Depression auslösen oder nicht, hat viel mit der Resilienz also der psychischen Widerstandsfähigkeit eines Menschen zu tun. Die biologischen Mechanismen dahinter sind jedoch noch nicht gut erforscht. Bekannt ist aber, dass ein kleiner Teil des Mittelhirns, das ventrale Tegmentum, reich an Neuronen ist, die Dopamin freisetzen und das es eine wichtige Rolle bei der Anfälligkeit für Stress und Depressionen spielt.

Das Team um Bruno Giros stellte stressreiche Lebensereignisse mit Tiermodellen nach. Dabei zeigte sich, dass eine erhöhte Freisetzung von Dopamin in den Neuronen des ventrale Tegmentums mit Depressionen in Zusammenhang steht. Eine zweite Art von Neuronen, die Noradrenalin freisetzen und in einem anderen Bereich des Gehirns, im Locus caeruleus, aktiv sind, kontrolliert die Aktivität der Dopamin-Neuronen.

Neuronen ein- und ausschalten

Laut Giros ist diese Kontrolle entscheidend, ob die Reaktion eines Körpers eher in Richtung Resilienz oder Anfälligkeit für Depressionen geht. Die Experten wissen bereits, dass der Neuroransmitter Noradrenalin bei der Kontrolle von Gefühlen, Schlaf und Stimmungsstörungen eine Rolle spielt. Das Team nutzte eine Kombination von Ansätzen, um die entscheidenden Neuronen zu aktivieren und auszuschalten.

Es zeigte sich, dass Tiere, die kein Noradrenalin freisetzen können, bei systematischem Stress anfällig für Depressionen sind. Dieser Zustand ist jedoch reversibel. Wurden die Neuronen dazu angeregt, mehr Noradrenalin zu produzieren, waren die Tiere weniger anfällig für Stress und Depressionen. Giros geht davon aus, dass die Ergebnisse einen Durchbruch bedeuten, der langfristig neue Therapien bei Depressionen ermöglichen könnte.

(bg/pte)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Patienten stellen sich in einer virtuellen Realität als Avatar eines weinenden Kindes dar und bekämpfen damit ihre ... mehr lesen
Laut Forschungsleiter Chris Brewin waren die Ergebnisse vielversprechend.
Stress der Mütter während der Schwangerschaft hat eher Auswirkungen auf die Gehirnstruktur von Töchtern als von Söhnen. (Symbolbild)
San Francisco - Depressionen werden von Müttern an ihre Töchter weitergegeben, wie Forscher der University of California ... mehr lesen
Oxford - Eine achtsamkeitsbasierte Therapie ist für Millionen Menschen mit wiederkehrenden Depressionen eine Alternative zu ... mehr lesen
Gedanken fokussieren: Eine Alternative zu Antidepressiva.
Akupunktur, Tuina, Massage, Laserakupunktur, Taping
Hypnose und Hypnosetherapie in Baden / Aargau
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 16
Das Berner Inselspital stellt die Proben für mehrere Forschungsprojekte und einem grösseren Forscherkreis zur Verfügung.
Das Berner Inselspital stellt die Proben für mehrere ...
Medizinische Forschung  Bern - Das Inselspital nimmt mit der «Liquid Biobank Bern» das derzeit modernste Tiefkühllager für Blut und andere flüssige Bioproben in der Schweiz in Betrieb. Die Biobank soll zur wichtigen Forschungsressource für massgeschneiderte Medizin werden. mehr lesen 
Wegen Zika - Acht Wochen nur geschützt  Genf - Touristen sollen nach ihrer Heimreise aus Zika-Gebieten mindestens acht Wochen auf ungeschützten Sex verzichten. Das riet ... mehr lesen
Zika wird hauptsächlich durch Mückenstiche verbreitet.
Experten: Europa muss sich auf die Zika-Epidemie vorbereiten Kopenhagen - «Die Zeit ist nicht auf unserer Seite. Das Zika-Virus zeigt nicht nur sein ...
Das Zika-Virus kann auch bei Erwachsenen schwerwiegende neurologische Erkrankungen auslösen.
16 Personen in der Schweiz Zika-infiziert Bern - In der Schweiz sind seit Einführung der Meldepflicht Anfang März 16 Fälle von Infektionen mit dem ...
In 60 bis 80 Prozent der Fälle verläuft eine Infektion unbemerkt. (Symbolbild)
Titel Forum Teaser
Massagepraxis in Zürich-Oerlikon
Medizin Jobs und Jobs Gesundheitswesen
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich 18°C 25°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen Wolkenfelder, kaum Regen
Basel 20°C 25°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen Wolkenfelder, kaum Regen
St. Gallen 17°C 24°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen Wolkenfelder, kaum Regen
Bern 18°C 24°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen Wolkenfelder, kaum Regen
Luzern 18°C 24°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen Wolkenfelder, kaum Regen
Genf 20°C 24°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft Wolkenfelder, kaum Regen
Lugano 21°C 27°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft vereinzelte Gewitter
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten