Ecowas sagt Elfenküste 1500 Soldaten zu
publiziert: Donnerstag, 19. Dez 2002 / 08:38 Uhr

Nairobi - Die westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft Ecowas will bis zum Ende des Monats 1500 Soldaten in die Elfenbeinküste entsenden. Darauf einigten sich die westafrikanischen Staatschefs in Senegal.

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Der Krisengipfel wurde von heftigen Kämpfen in der Elfenbeinküste überschattet. Rebellen erklärten im Radiosender BBC, sie hätten die Stadt Man, rund 650 Kilometer nordwestlich der Regierungsstadt Abidjan, erobert.

Die Regierung von Präsident Laurent Gbagbo dementierte dies. Sie gab aber zu, dass Kämpfer der Bewegung für Gerechtigkeit und Frieden, die Stadt angegriffen hätten.

Die Gruppe hatte sich von der Patriotischen Bewegung der Elfenbeinküste abgespalten, die vor drei Monaten den Aufstand im einst stabilsten Land Westafrikas begonnen hatte. Die Rebellen fordern den Rücktritt Gbagbos, dem sie die Vernachlässigung des moslemischen Nordens des Landes vorwerfen.

Ein von der Ecowas vermittelter Waffenstillstand war in den vergangenen Wochen mehrfach gebrochen worden. Die Friedensgespräche der Konfliktgegner in Togo kamen darauf zum Stillstand.

Die ehemalige Kolonialmacht Frankreich stockt derzeit ihre Truppen in der Elfenbeinküste auf. Mit bald 2500 Soldaten stationiert Paris dort das grösste Kontingent seit den 80er Jahren in Afrika.

(bert/sda)

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