Frauen bei Bombenanschlag in Somalia getötet
publiziert: Sonntag, 3. Aug 2008 / 22:05 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 3. Aug 2008 / 22:26 Uhr

Nairobi - Ungeachtet eines UNO-Appells zu Frieden und Zusammenarbeit in Somalia sind in Mogadischu 20 Frauen bei der Explosion einer Bombe getötet worden. Mindestens 45 Frauen und Kinder wurden verletzt, einige davon schwer.

Der Anschlag war eine der schlimmsten Gewaltakte der vergangenen Wochen in Somalia. (Archivbild)
Der Anschlag war eine der schlimmsten Gewaltakte der vergangenen Wochen in Somalia. (Archivbild)
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Der Anschlag traf nach Angaben der Augenzeugen eine Gruppe von Frauen, die sich an einer von Nichtregierungsorganisationen unterstützten Strassenreinigungsaktion an einer Hauptstrasse in Mogadischu beteiligten. Die Bombe war in einem Abfallhaufen versteckt.

Der Anschlag war eine der schlimmsten Gewaltakte der vergangenen Wochen im Bürgerkriegsland Somalia. Zunächst bekannte sich niemand zu der Tat. In der Vergangenheit hatten islamistische Gruppen wiederholt Bombenattentate auf Militärkonvois verübt.

Aufruf zur Zusammenarbeit

In der Nähe des Explosionsortes ist eine Kaserne äthiopischer Soldaten, die Anfang 2007 die Truppen der Übergangsregierung beim Sturz der Union der Islamischen Gerichte unterstützt hatten. Seitdem führen islamistische Rebellen einen Guerillakrieg gegen die Regierungstruppen und ihre äthiopischen Verbündeten.

Allein im vergangenen Jahr wurden nach Angaben internationaler Hilfs- und Menschenrechtsorganisationen rund 6000 Zivilisten bei Kämpfen getötet. Der UNO-Sonderbeauftragte für Somalia, Ahmedou Ould-Abdallah, hatte erst am Samstag die Konfliktparteien des Krisenstaates zur Zusammenarbeit und Fortsetzung des Friedensprozesses aufgerufen.

In einer Erklärung zeigte er sich besorgt über die anhaltende Gewalt in Mogadischu, ungeachtet eines im Mai vereinbarten Friedensabkommens zwischen der Übergangsregierung und der Allianz der islamischen Opposition. Ould-Abdallah erinnerte daran, dass die Regierungsdauer der Übergangsverwaltung nur noch weniger als ein Jahr dauern werde.

(bert/sda)

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