Iraks Parlament lehnt die UNO-Resolution offiziell ab
publiziert: Dienstag, 12. Nov 2002 / 11:32 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 12. Nov 2002 / 12:24 Uhr

Bagdad - Das irakische Parlament hat die UNO-Resolution über Waffenkontrollen im Irak mit grosser Mehrheit abgelehnt. Gleichzeitig betonten die Abgeordneten, die Entscheidung liege nun bei Präsident Saddam Hussein.

Die Entscheidung liege bei Präsident Saddam Hussein.
Die Entscheidung liege bei Präsident Saddam Hussein.
Saddam wisse am besten, was gut für das irakische Volk sei. Die Sitzung wurde vom arabischen Nachrichtensender El Dschasira direkt übertragen.

Zuvor hatte der Sohn von Saddam Hussein, Uday, das Parlament dazu aufgefordert, die UNO-Abrüstungsresolution anzunehmen.

Was von uns als Parlament verlangt wird, ist, eine klare Entscheidung zu treffen, teilte Uday Saddam in einem dem Parlament vorgelegten Arbeitspapier mit. Wir sollten als Parlament die UNO-Resolution annehmen, die in dieser Sitzung debattiert wird.

Die Resolution fordert einen ungehinderten Zugang der Inspektoren zu Lagern und Produktionsstätten atomarer, biologischer und chemischer Massenvernichtungswaffen. Bei einem Verstoss gegen die Bestimmungen der Resolution droht die UNO mit ernsten Konsequenzen.

Die USA und Grossbritannien haben für diesen Fall einen Militärschlag gegen das Land angekündigt. Einen expliziten Automatismus für einen militärischen Angriff gibt es in der Entschliessung jedoch nicht.

(bert/sda)

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