EU-Länder sollen Strom, Gas und Erdöl sparen
EU-Staaten müssen Energieverbrauch reduzieren
publiziert: Dienstag, 11. Sep 2012 / 19:43 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 11. Sep 2012 / 20:17 Uhr
Die so genannte Energieeffizienz-Richtlinie soll in nationales Recht umgesetzt werden.
Die so genannte Energieeffizienz-Richtlinie soll in nationales Recht umgesetzt werden.

Strassburg - Die EU-Staaten müssen künftig ihren Energieverbrauch jährlich um mindestens 1,5 Prozent senken. Dies schreibt eine EU-Richtlinie (Gesetz) vor, die das EU-Parlament am Dienstag in Strassburg verabschiedet hat.

4 Meldungen im Zusammenhang
Die neuen Vorschriften wurden vorab mit dem Ministerrat (Vertretung der Mitgliedstaaten) ausgehandelt. Die 27 EU-Länder haben 18 Monate Zeit, um die so genannte Energieeffizienz-Richtlinie in nationales Recht umzusetzen. Die Vorschriften greifen somit erst im Jahr 2014.

Um den Verbrauch von Strom, Gas oder Erdöl zu senken, könnten die Regierungen beispielsweise zinsgünstige Kredite oder Zuschüsse für die Wärmedämmung von Gebäuden, den Kauf von sparsameren Waschmaschinen oder Kühlschränken bereitstellen, erläuterte der deutsche CDU-EU-Parlamentsabgeordnete Peter Liese.

Energieverbrauch reduzieren bis 2020

Auch steuerliche Anreize - für Haushalte oder Unternehmen - seien denkbar. In Ländern wie Frankreich oder Grossbritannien seien bereits heute die Energieversorger zu Massnahmen verpflichtet, die den Kunden beim Sparen helfen.

Die Neuregelung ist Teil der bereits 2007 beschlossenen Strategie, wonach der Energieverbrauch in der EU bis 2020 um mindestens 20 Prozent reduziert werden soll. Derzeit geben die EU-Staaten nach Angaben des Statistikamtes der EU jährlich 408 Milliarden Euro für den Import von Energie - vor allem Erdöl und Gas - aus.

Dank der geplanten Energiespar-Investitionen könnten nach Berechnungen der EU-Kommission in den 27 Mitgliedsländern rund eine Million Arbeitsplätze geschaffen werden. Ein durchschnittlicher Haushalt in der EU könnte demnach jährlich gut tausend Euro sparen.

Kritik von den Grünen

Vertreter der Sozialdemokraten und Grünen im EU-Parlament kritisierten die Neuregelung als zu wenig ehrgeizig. Der Berichterstatter des Parlaments, der luxemburgische Grüne Claude Turmes, warf vor allem Deutschland eine «Blockadetaktik» vor.

(fest/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Green Investment Corvallis - Forschern an der Oregon State University (OSU) ist ein Durchbruch bei mikrobiellen Brennstoffzellen, die ... mehr lesen
Hong Liu hat grosse Pläne für die Zukunft.
Daniel Spreng ist emeritierter Professor, Bereich Energiewirtschaft und Energieanalyse.
Im April hat der Bundesrat Elemente ... mehr lesen
Green Investment Vaduz FL - Der Energieverbrauch im Fürstentum Liechtenstein soll bis 2020 um 20 Prozent reduziert werden. Das ist das Ziel ... mehr lesen
Die Energiestrategie setzt auf Freiwilligkeit. (Symbolbild)
Schweizer Wirtschaft kann laut Studie viel Strom sparen.
Bern - Der Ausstieg aus der Atomenergie erfordert Anstrengungen beim ... mehr lesen
David Cameron traf sich heute mit Polens Regierungschef. (Archivbild)
David Cameron traf sich heute mit ...
EU-Reformplan stösst auf wenig Gegenliebe  London - Der britische Premier David Cameron ist am Freitag bei einem Besuch in Polen mit seinem EU-Reformplan auf wenig Gegenliebe gestossen. Polens Regierungschefin Beata Szydlo kritisierte den Vorschlag, EU-Ausländern in Grossbritannien Sozialleistungen vorzuenthalten. 
EU-Kommissionspräsident verteidigt Zugeständnisse an London Strassburg - Die EU-Spitze hat vor dem Europaparlament für die ...
Obama will Cameron von EU-Verbleib überzeugen Washington - US-Präsident Barack Obama hat sich für einen Verbleib ...
Europäer bieten Grossbritannien «Notbremse» bei Sozialleistungen an Brüssel/London - In der Brexit-Debatte geht die EU auf ...
Fragezeichen hinter Umsetzung  Frankfurt - Die Europäische Zentralbank (EZB) prüft die Abschaffung des 500-Euro-Scheins. Zwar sei noch keine Entscheidung gefällt, sagte ...  
Noch ist keine Entscheidung gefallen.
Die Polizeimacht darf gemäss Amnesty nicht weiter so ausgelebt werden.
Verlängerung in Kritik  Paris - Amnesty International kritisiert die Verhängung des ...  
Titel Forum Teaser
  • Midas aus Dubai 3753
    Ich frage mich schon Ich frage mich schon in welcher Pipi-Langstrumpf-Welt Sie leben! ... gestern 06:27
  • Midas aus Dubai 3753
    Informieren Sie sich Ist nicht mein Fehler, wenn Sie sich nicht informieren. Die ... gestern 06:03
  • Kassandra aus Frauenfeld 1662
    Mama mia! Zwei! 2! ZWEI Dschihadisten und und das ist Chaos total! Die hätten ... gestern 03:41
  • Midas aus Dubai 3753
    Chaos total Wahrscheinlich habe die Deppen auch geklatscht, als der Pariser ... Do, 04.02.16 23:37
  • Midas aus Dubai 3753
    Vom Blödmann Der Blödmann schreibt Ihnen, dass eine Machtpolitik der Nato und der ... Do, 04.02.16 23:18
  • Kassandra aus Frauenfeld 1662
    Die Ukrainer sind die Bauernopfer! Putins Russland hat ein BIP nicht grösser als Italien, dafür mehr Volk ... Do, 04.02.16 17:01
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3710
    Es... wäre wirklich ein eindrückliches Zeichen, wenn sich weningstens nur ... Do, 04.02.16 15:41
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3710
    Abkommen TTIP ist das Beste was Europa passieren kann. Es braucht strenge ... Do, 04.02.16 09:55
 
Wettbewerb
   
Die geladenen Gäste werden eine Fahrt durch den mit 57 Kilometern längsten Bahntunnel der Welt machen.
Gotthard-Basistunnel  Bern - 160'000 Personen haben sich bis zum Ablauf des Wettbewerbs für Fahrkarten in jenen beiden Zügen beworben, die am 1. ...
Eröffnungsfahrt zu gewinnen  Bern - Wer am 1. Juni 2016 in einem der beiden Züge, die den Gotthard-Basistunnel eröffnen, mitfahren will, kann sich nun um Fahrkarten bewerben. ...
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
SA SO MO DI MI DO
Zürich 1°C 7°C leicht bewölkt bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen
Basel 1°C 9°C leicht bewölkt bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen
St.Gallen 4°C 10°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen
Bern -2°C 10°C leicht bewölkt bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Luzern 1°C 10°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen
Genf 1°C 8°C leicht bewölkt bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen
Lugano 3°C 6°C bedeckt, starker Regen bedeckt, starker Regen bedeckt, starker Regen bedeckt, starker Regen bedeckt, starker Regen
mehr Wetter von über 6000 Orten