Suizid-Gen
Neuer Bluttest macht Selbstmord vorhersehbar
publiziert: Donnerstag, 31. Jul 2014 / 06:41 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 31. Jul 2014 / 11:05 Uhr
Selbstmord Pillen
Selbstmord Pillen

Ein einfacher Bluttest gibt Medizinern darüber Aufschluss, wie hoch die Suizid-Gefahr eines Menschen ist. So beeinflusst die Mutation von Gen SKA2 das Suizid-Risiko entscheidend mit.

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Forscher der John Hopkins University haben eine chemische Verbindung in einem Gen entdeckt, das mit Stress-Reaktionen verbunden ist und negative Gedanken reguliert. «Mit einer Blutuntersuchung können wir die Selbstmordraten eindämmen, indem wir die gefährdeten Personen identifizieren und frühzeitig behandeln», meint Forschungsleiter Zachary Kaminsky.

Viele andere Faktoren

«Suizid-Gedanken hat beinahe jeder Mensch einmal im Leben», meint eine Selbsthilfe-Expertin. Monika Czamler, Leiterin des Psychosozialen Notdienstes pro mente Oberösterreich, ergänzt: «Suizid-Gefahr kann man nicht auf ein Gen begrenzen. Dafür spielen zu viele verschiedene Faktoren eine Rolle, die schlussendlich zu einem Todeswunsch führen.»

Beim Experiment haben sich die Forscher auf die Analyse der Gen-Mutation SKA2 konzentriert. Diese sitzt im präfrontalen Kortex des Gehirns. Zu wenig oder verändertes SKA2 fördert negative Gedanken und impulsives Verhalten. Gehirne von psychisch kranken Personen, die durch Selbstmord ihr Leben liessen, hatten einen deutlich geringeren Anteil an SKA2 als gesunde Menschen. «Ist Suizid kein Einzelfall in der Familie, kann man zwar nicht von genetischer Vererbung sprechen, dennoch ist die Wahrscheinlichkeit eines Selbstmordes höher», so die Selbsthilfe-Expertin.

Kein Garant für Prävention

Speziell in Bereichen der Psychiatrie oder auch beim Militär haben Menschen oft mit schweren psychischen Belastungen zu kämpfen. Durch die frühzeitige Erkennung von Suizid-Gefahren meinen die Forscher der Hopkins University Menschenleben retten zu können. «Man kann jemanden einen Suizid-Gedanken nicht abschlagen. Lediglich durch die Bereitschaft des Betroffenen sich mitzuteilen und dem gemeinsamen Erarbeiten von neuen Perspektiven kann diesem Menschen geholfen werden», unterstreicht Czamler.

 

 

(jz/pte)

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