Rechtsruck nach Regionalwahlen in Katalonien
Rückschlag für Zapatero: Nationalisten in Katalonien vorne
publiziert: Sonntag, 28. Nov 2010 / 22:11 Uhr
Blick über die Stadt Barcelona.
Blick über die Stadt Barcelona.

Barcelona - Die Sozialisten des spanischen Ministerpräsidenten José Luis Rodríguez Zapatero haben bei Regionalwahlen in Katalonien eine herbe Niederlage erlitten. Sie verloren nach einer Prognose des katalanischen Fernsehens TV3 bei der Abstimmung am Sonntag etwa ein Drittel ihrer Sitze.

5 Meldungen im Zusammenhang
Demnach müssen sie die Macht in Spaniens wirtschaftsstärkster Region an die Nationalisten abgeben. Die katalanischen Nationalisten (CiU) unter Artur Mas gewannen nach der Prognose 63 bis 66 (2006: 48) der 135 Sitze im Regionalparlament in Barcelona.

Damit sind sie mit Abstand die stärkste Kraft im neuen Parlament, dürften aber die absolute Mehrheit von 68 Mandaten knapp verpasst haben. Mas hat es sich zum Ziel gesetzt, Katalonien auf dem Gebiet der Steuern von Spanien weitgehend unabhängig zu machen.

Machtwechsel

Die Wahl führte in Katalonien (7,5 Millionen Einwohner) zu einem kräftigen Rechtsruck und hat einen Machtwechsel zur Folge. Neben den Sozialisten (PSC) erlitten auch deren bisherige Koalitionspartner der Linksrepublikaner (ERC) und der Ökosozialisten (ICV) erhebliche Stimmverluste.

Der katalanische Ministerpräsident José Montilla (PSC) hatte bereits vor der Wahl angekündigt, dass er die bisherige Linkskoalition, die Katalonien seit sieben Jahren regiert hatte, nicht fortsetzen werde.

Die PSC verzeichnete nach der TV-Prognose ihr schlechtestes Ergebnis bei katalanischen Wahlen. Sie gewann danach nur 24 bis 27 Sitze (2006: 37).

Politische Schwächung Zapateros

Dies bedeutete eines weitere politische Schwächung Zapateros. Die Popularität des spanischen Regierungschefs ist infolge der Wirtschafts- und Finanzkrise ohnehin schon stark angekratzt.

Die konservative Volkspartei (PP) gewann leicht an Stimmen hinzu und könnte im katalanischen Parlament zur drittstärksten Kraft aufgestiegen sein, hinter CiU und PSC, aber vor der ERC.

Der frühere Präsident des FC Barcelona, Joan Laporta, dürfte mit seiner erst vor vier Monaten gegründeten Separatistenpartei neu ins Parlament eingezogen sein. 5,4 Millionen Wahlberechtigte waren zur Stimmabgabe aufgerufen.

(fest/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Barcelona - Kataloniens Regierungschef Artur Mas will die Bevölkerung der nordostspanischen Region über die Unabhängigkeit abstimmen lassen. Die Abstimmung solle notfalls auch gegen den Willen der ... mehr lesen
-1
Katalonien ist die wirtschaftlich stärkste Region in Spanien.
Barcelona - Weit mehr als eine Million Menschen haben am Dienstag in Barcelona für einen unabhängigen katalanischen Staat demonstriert. Die im März gegründete ... mehr lesen
Madrid - In Spanien geht eine ... mehr lesen
Spaniens Premier Zapatero tritt 2012 nicht zur Wiederwahl an.
Zapateros bisherige Stellvertreterin María Teresa Fernández de la Vega scheide aus der Regierung aus, hiess es.
Madrid - Politisches Erdbeben in ... mehr lesen
Madrid - Zwei Monate nach dem ... mehr lesen 1
Umstrittener Stierkampf.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Gezi Park Proteste in Istanbul in 2013. (Archivbild)
Gezi Park Proteste in Istanbul in 2013. ...
«Überall ist Taksim, überall ist Widerstand»  Istanbul - Zum dritten Jahrestag des Beginns der Gezi-Proteste haben in Istanbul Hunderte Menschen gegen die islamisch-konservative Staatsführung der Türkei demonstriert. mehr lesen 1
Keine unabhängigen Informationen  Beirut - Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat ihre Offensive im Norden Syriens am Dienstag fortgesetzt. Versuche von oppositionellen syrischen Kräften, die am Freitag begonnene Offensive zurückzuschlagen, seien gescheitert. mehr lesen   1
Erster Weltkrieg  Hamburg - Zum 100. Jahrestag der Skagerrak-Schlacht haben Deutschland und Grossbritannien am Dienstag gemeinsam der tausenden Toten des grössten Seegefechts der Geschichte ... mehr lesen
Der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck nahm an der Gedenkfeier teil.
Die Schweizer Botschaft in Berlin mit Tunnel-Schriftzug.
Gotthard 2016  Berlin - «Tunnel» - mit sechs Riesenbuchstaben feiert die Schweizer Botschaft in Berlin die ... mehr lesen  1
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mi Do
Zürich -4°C 1°C Nebelfelderleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebelfelder Nebelfelder
Basel -2°C 3°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
St. Gallen -5°C 0°C Nebelfelderleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebelfelder Nebelfelder
Bern -5°C 1°C Nebelfelderleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebelfelder Nebelfelder
Luzern -3°C 1°C Nebelfelderleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebelfelder Nebelfelder
Genf -2°C 4°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Lugano 1°C 7°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten