Aktivisten marschierten in Richtung Grenze
Ausschreitungen bei Demonstration am Brenner
publiziert: Samstag, 7. Mai 2016 / 18:47 Uhr / aktualisiert: Samstag, 7. Mai 2016 / 19:55 Uhr

Brenner - Hunderte Demonstranten haben sich am Samstag bei Protesten gegen mögliche Grenzkontrollen Österreichs am Brenner-Pass nach Italien Auseinandersetzungen mit der Polizei geliefert. Etwa 500 Aktivisten griffen Einsatzkräfte an.

3 Meldungen im Zusammenhang
Sie warfen Feuerwerkskörper und Gegenstände, wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa meldete. Die Polizei setzte Tränengas ein. Vier Beamte und mehrere Demonstranten wurde verletzt, etwa 20 Aktivisten wurden festgesetzt. Italiens Carabinieri wollten sich auf Anfrage zunächst nicht dazu äussern.

Der Protestzug formierte sich Ansa zufolge am Nachmittag auf italienischer Seite, von dort aus marschierten die Menschen in Richtung Grenze. Die österreichische Polizei sprach in ersten Meldungen von etwa 600 Demonstranten. In Österreich waren zunächst keine Aktivisten unterwegs. Die österreichische Polizei gab an, sie habe sich mit etwa 300 Beamten auf etwaige Ausschreitungen vorbereitet.

Nachdem die Demonstration gegen die von Österreich vorbereiteten Grenzkontrollen von den Aktivisten bis Freitag den Behörden nicht gemeldet wurde, wurde eine Platzverbotszone am Brenner verhängt. Bei den zwei bisherigen Demonstrationen in den vergangenen Wochen war es bereits zu gewalttätigen Zwischenfällen gekommen. Österreich bereitet sich seit Wochen auf etwaige Kontrollen an dem Grenzübergang vor.

(arc/sda)

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wird Polemik betrieben. Niemand will den Brenner schliessen, wie man es verbreitet. Wer legal ein- oder ausreisen will, darf das weiterhin tun. Es soll eben nur kontrolliert werden, wer einreisen kann und wer nicht, wie das an vielen Grenzen und auf jedem Flughafen eben üblich ist.
Der Schaden für Europa entstehen durch unkontrollierte Masseneinwanderung, nicht durch ganz normale Grenzkontrollen.
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