Bürgerwehren in Bagdad
publiziert: Samstag, 12. Apr 2003 / 20:41 Uhr

Bagdad/Kirkuk - Nach mehrtägigen Plünderungen haben US-Soldaten irakische Freiwillige rekrutiert, um das Chaos in Bagdad zu beenden. In der irakischen Hauptstadt kam es derweil zu neuen Gefechten.

Freiwillige wurden für Bürgerwehren rekrutiert.
Freiwillige wurden für Bürgerwehren rekrutiert.
US-Truppen rückten inzwischen auch Richtung Tikrit vor. Saddam Husseins Geburtsstadt ist die letzte grosse Stadt unter irakischer Kontrolle. Soldaten der 1. Marinedivision seien von Bagdad aus vorgerückt, sagte US-Hauptmann Frank Thorp in Katar.

Tikrit gilt als Hochburg der Anhänger von Staatschef Saddam Hussein. Die Stadt ist seit Tagen Ziel von Luftangriffen.

Erster Funktionär stellte sich

Die USA veröffentlichten eine Fahndungsliste mit 55 irakischen Führungsmitgliedern. Nach ZDF-Berichten stellte sich in Bagdad der erste der Gesuchten: Der Präsidentenberater Amir el Saadi.

Er war vor dem Krieg Verhandlungspartner der UNO-Waffeninspektoren. Washington setzte zudem eine Belohnung auf Saddam Husseins aus.

In Bagdad kam es nach Korrespondentenberichten zu neuen Gefechten. Beim Journalistenhotel Palestine sei es zu heftigen Schiessereien gekommen.

Bürgerwehren in Bagdad

Die US-Armee ergriff erste Massnahmen, um die Plünderungen zu stoppen. Hunderte Iraker folgten einem US-Aufruf, bei der Wiederherstellung von Recht und Ordnung zu helfen. Nach US-Angaben werden zudem Patrouillen aus eigenen Reihen eingesetzt. Gemäss BBC-Angaben kontrollierten Bürgerwehren die Strassen Bagdads.

In Basra kündigten britische Truppen für innerhalb von 48 Stunden gemeinsame Streifengängen mit irakischen Polizisten an.

Aus Mossul wurden Kämpfe zwischen Kurden und Arabern gemeldet, bei denen bis zu 20 Menschen getötet wurden. Seit Freitag seien zudem mehr als 200 Menschen verletzt worden, teilte die Unfallklinik mit. Nach einem BBC-Bericht rückten weitere US-Truppen in Mossul ein.

In Kirkuk beruhigte unterdessen sich die Lage. Die Situation ist unter Kontrolle, sagte General Rostam Hamid Rahim von der Patriotischen Union Kurdistans (PUK). Laut seinen Angaben verlassen die kurdischen Kämpfer die Stadt.

(bsk/sda)

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