Gesprächsthemen nicht bekannt
Obama empfängt Dalai Lama im Weissen Haus
publiziert: Freitag, 21. Feb 2014 / 07:49 Uhr
2011 hatte China empört auf die Begegnung der beiden reagiert.
2011 hatte China empört auf die Begegnung der beiden reagiert.

Washington - US-Präsident Barack Obama wird am Freitag den Dalai Lama im Weissen Haus in Washington empfangen. Obama treffe den Dalai Lama in seiner Eigenschaft als «international respektierten religiösen und kulturellen Führer», hiess es. China protestierte prompt.

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Es ist das erste Treffen der beiden Friedensnobelpreisträger seit Juli 2011. Worüber Obama und das geistliche Oberhaupt der Tibeter bei dem auf rund eine Stunde angesetzten Treffen sprechen wollen, wurde zunächst nicht bekannt.

2011 hatte China empört auf die Begegnung der beiden reagiert. Auch diesmal liess der scharfe Protest Chinas nicht lange auf sich warten: Der Empfang werde die Beziehungen «schwer schädigen», sagte die Sprecherin des Pekinger Aussenministeriums, Hua Chunying. Sie forderte Obama auf, das Treffen «sofort» abzusagen.

Es sei eine «grobe Einmischung» in Chinas innere Angelegenheiten. Die Sprecherin warf dem Dalai Lama «separatistische Aktivitäten unter dem Deckmantel der Religion» vor.

Kein Treffen im Oval Office

Anders als sonst üblich bei Treffen mit ausländischen Würdenträgern soll das Gespräch am Freitag nicht im Oval Office sondern im Map Room im Erdgeschoss des Weissen Hauses stattfinden, wie das Weisse Haus mitteilte. Zudem soll die Presse nicht zugelassen werden.

Der 78 Jahre alte Dalai Lama gilt als Sinnbild des gewaltlosen Widerstands der Tibeter gegen die Besatzung ihrer Heimat. Die Regierung in Peking wirft dem Dalai Lama vor, die Abspaltung Tibets von der Volksrepublik anzustreben.

Eine Sprecherin des Weissen Haues sagte, die US-Regierung unterstütze die Haltung des Dalai Lama in der Tibet-Frage, erkenne jedoch an, dass das Gebiet Teil der Volksrepublik China sei. «Wir unterstützen nicht die tibetische Unabhängigkeit», sagte sie.

Die USA unterstützten aber die Menschenrechte und religiöse Freiheit in China. Sie seien daher besorgt «über die anhaltenden Spannungen und die Verschlechterung der Menschenrechtslage in den tibetischen Gebieten Chinas», sagte sie weiter.

(ig/sda)

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