Schlagbäume weg - Schengen kommt
publiziert: Samstag, 22. Dez 2007 / 18:35 Uhr / aktualisiert: Samstag, 22. Dez 2007 / 20:19 Uhr

Budapest - Mit Feierstunden an der ungarisch-österreichischen und der italienisch-slowenischen Grenze sind die Feiern zur Erweiterung des Schengen-Raumes zu Ende gegangen.

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Das «grenzenlose Europa» umfasst nun ein Gebiet mit 400 Mio. Menschen: Grenzöffnung in Zittau, an der deutsch-polnisch-tschechischen Grenze.
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3 Meldungen im Zusammenhang
EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso und Ungarns Ministerpräsident Ferenc Gyurcsany weihten am Morgen eine Gedenksäule an der ungarisch-österreichischen Grenze bei Hegyeshalom-Nickelsdorf ein.

Barroso betonte dabei, der Abbau der Schlagbäume sei Ausdruck des Vertrauens zwischen den Völkern. Die Grenzöffnung sei von grosser symbolischer Bedeutung und habe «enorm wichtige Folgen» für Europas Bevölkerung.

Gyurcsany dankte allen, die diesen «Traum von Freiheit und Demokratie» möglich gemacht hätten. Nun komme es darauf an, «dass wir es nicht nur wagen, sondern es auch verstehen, in dieser neuen Welt frei zu sein».

Ehrengäste waren unter anderem der amtierende portugiesische EU-Ratspräsident José Socrates, der slowakische Ministerpräsident Robert Fico und Österreichs Innenminister Günther Platter.

Geteilte Stadt wieder vereint

In der italienisch-slowenischen Stadt Gorizia (Görz) bei Triest würdigte Italiens Innenminister Giuliano Amato den Fall der Grenzbarrieren: «Das Entstehen der Grenze in Gorizia ist eines der bedrückendsten Dinge in der Geschichte Italiens gewesen», sagte Amato. Die Stadt ist seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs geteilt.

Am Freitag um Mitternacht waren die Grenzkontrollen an neun Staaten weggefallen. Die neue Reisefreiheit betrifft neben Polen und Tschechien auch Ungarn, die Slowakei, Slowenien sowie Estland, Lettland und Litauen. Ausserdem tritt Malta dem Verbund bei, der damit von 15 auf 24 Länder anwächst.

Am 30. März 2008 fallen auch die Kontrollen an Flughäfen. Das «grenzenlose Europa» umfasst nun ein Gebiet mit 400 Millionen Menschen. Im November nächsten Jahres wollen auch die Schweiz und Liechtenstein dem Schengen-Abkommen beitreten.

(fest/sda)

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