Schweizer immer resistenter gegen Antibiotika
publiziert: Montag, 1. Dez 2008 / 14:04 Uhr

Bern - Im internationalen Vergleich gehört die Schweiz zu den Ländern, in denen am wenigsten Antibiotika konsumiert werden. Trotzdem nimmt die Zahl antibiotikaresistenter Erkrankungen auch hier zu. In der Schweiz sterben deshalb jährlich etwa 80 Menschen.

Zu oft werden noch Antibiotika unangemessen eingesetzt.
Zu oft werden noch Antibiotika unangemessen eingesetzt.
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Neben den gefürchteten methicillinresistenten Staphylokokken (MRSA) verbreiten sich auch zunehmend andere multiresistente Keime wie Escherichia coli, Pseudomonas aeruginosa und Acinetobacter, wie es im jünsten Bulletin des Bundesamts für Gesundheit (BAG) heisst.

Diese Bakterien können sehr schwere Infektionen wie Blutvergiftungen, Wundinfektionen und Lungenentzündungen verursachen. Die Resistenz gegen ein breites Spektrum von Antibiotika erschwert bestimmte Behandlungen - oder verunmöglicht sie gar. Im Durchschnitt sterben aus diesem Grund jährlich 80 Menschen.

Seit 2006 melden die Ärztinnen und Ärzte in der Schweiz die verordneten Antibiotika einer Überwachungsstelle. Diese hat auch die Funktion einer nationalen Informations- und Beratungsplattform. Zudem koordiniert sie die weiterführenden Forschungsaktivitäten zum Thema Antibiotikaresistenz.

Am 18. November 2008 wurde in ganz Europa der erste Europäische Antibiotikatag durchgeführt. Dieser wird fortan jedes Jahr an diesem Datum stattfinden. Mit dieser Initiative soll über die Risiken eines unangemessenen Einsatzes von Antibiotika informiert werden.

Als missbräuchliche Verwendung gilt insbesondere der Einsatz von Antibiotika ohne ärztliche Verordnung oder zur Behandlung von viralen Infektionen. Ärztlich verordnete Antibiotika müssen unbedingt bis zum Abschluss der Behandlung eingenommen werden, auch wenn sich der Gesundheitszustand bereits verbessert hat.

(fest/sda)

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