Mastpoulets werden immer resistenter
Resistenzen nehmen vor allem bei Mastpoulets zu
publiziert: Montag, 10. Sep 2012 / 16:59 Uhr
Massentierhaltung wird zum Problem.
Massentierhaltung wird zum Problem.

Bern - Resistente Bakterien in der Nutztierhaltung sind auch für die Humanmedizin ein Problem. 2011 haben vor allem bei den Mastpoulets die Resistenzen zugenommen. Das Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) spricht von einer bedenklichen Entwicklung.

Akupunktur, Tuina, Massage, Laserakupunktur, Taping
5 Meldungen im Zusammenhang
Die Resistenzen des Erregers Campylobacter gegenüber einer bestimmten Antibiotikagruppe - den Fluoroquinolonen - habe 2011 bei den Mastpoulets weiter zugenommen, teilte das BVET am Montag mit. Diese Entwicklung sei «bedenklich», denn diese Antibiotika seien sowohl in der Tier- als auch in der Humanmedizin von grösster Bedeutung.

Zudem ist erstmals bei Mastpoulets, Schweinen und Rindern gezielt nach Keimen gesucht worden, die gegen sämtliche Penicilline und die Breitband-Antibiotika Cephalosporine resistent sind. Die Untersuchung fand im Rahmen des nationalen Resistenzmonitorings statt.

Der Befund: Bei 32,6 Prozent der Mastpouletherden wurden diese sogenannten ESBL-bildenden Enterobakterien gefunden. Bei den Schweinen waren es 7,4 Prozent und bei den Rindern 8,6 Prozent. Diese Keime werden nun laut BVET weiter untersucht, um die Bedeutung der Resistenzen auf die Humanmedizin abzuschätzen.

5 Prozent weniger Antibiotika

Die Zunahme von Keimen wie den ESBL-bildenden Bakterien bereite weltweit Sorgen, schreibt das BVET. Sie würden auch beim Menschen zunehmend gefunden und liessen sich nur noch mit wenigen Reserveantibiotika behandeln.

Es gelte deshalb, dafür zu sorgen, dass durch den Einsatz von Antibiotika in der Veterinärmedizin deren Wirksamkeit in der Humanmedizin nicht beeinträchtigt werde. Gleichzeitig müsse aber für das Tierwohl die gezielte Behandlung von Tieren möglich sein.

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr für die Veterinärmedizin 5 Prozent weniger Antibiotika verkauft. Weil aber gleichzeitig die Menge an neueren Cephalosporinen zugenommen hat, spricht das Bundesamt dennoch von einem Problem. Denn die Resistenzen gegenüber diesen Breitband-Antibiotika nehmen ebenfalls zu.

Seit 2006 werden in der Schweiz die Antibiotikaresistenzen bei Nutztieren überwacht und die Mengen verkaufter Antibiotika erhoben.

(fest/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Corvallis - Vitamin B3 könnte die neue Waffe im Kampf gegen Krankenhauskeime wie MRSA werden. mehr lesen
Multiresistenter Keim Staphylococcus aureus unter dem Elektronenmikroskop.
Kristalle des Antibiotikums Cefftriaxon: Wundermittel, fahrlässig verschwendet.
Etschmayer Mitunter gibt es wahre Wundermittel, Substanzen, die Leben retten und Leiden verkürzen. Dass wir dabei sind, ... mehr lesen 4
Dübendorf/Lausanne - Wasserforscher haben im Sediment des Genfersees erhöhte Mengen von Keimen gefunden, die gegen ... mehr lesen
Der Genfersee.
Antibiotika wird oft mangelhaft eingesetzt. (Symbolbild)
Genf - Die Resistenz gegen antimikrobielle Substanzen wird zu einem immer ... mehr lesen
Bern - Im internationalen Vergleich gehört die Schweiz zu den Ländern, in denen am wenigsten Antibiotika konsumiert werden. ... mehr lesen
Zu oft werden noch Antibiotika unangemessen eingesetzt.
Ankommen. Ausatmen. Eintauchen.
Akupunktur, Tuina, Massage, Laserakupunktur, Taping
Hypnose und Hypnosetherapie in Baden / Aargau
Spitalärzte kämpfen gegen Überstunden.
Spitalärzte kämpfen gegen Überstunden.
Spitalärzte reichen Petition ein  Bern - Die Ärztinnen und Ärzte erhalten Unterstützung für ihren Kampf gegen Überstunden in Schweizer Spitälern. Mit einer Petition mit über 24'000 Unterschriften fordern sie Bundesrat Johann Schneider-Ammann zum Handeln auf. 
Die Gesundheit freut's  Bern - Im Vergleich zu früher enthalten Schweizer Brote im Durchschnitt weniger Salz. Aus gesundheitlicher Sicht ist das erfreulich, denn ein zu hoher Salzkonsum kann Herz- und Kreislauferkrankungen begünstigen.  
Erkenntnisse auch für Menschen hilfreich  Berlin - Nun ist klar, an was genau der beliebte Eisbär Knut des Berliner Zoos litt. Die Krankheit mit dem ...  
Knut ertrank 2011 in einem Wassergraben.
Eine ausgewachsene Tigermücke bleibt in ihrem Leben innerhalb eines Umkreises von 500 Metern - nur durch Hilfsmittel ist eine solche Ausbreitung möglich.
Überträgt das Chikungunya-Virus  Madrid - Bei der Ausbreitung der Tigermücke in Spanien hat die Autobahn entlang der Mittelmeerküste eine wichtige Rolle gespielt.  
Titel Forum Teaser
Wir kommen zu Ihnen, damit Sie zuhause bleiben können
Massagepraxis Zürich-Oerlikon
Alexa Gesundheitsmassagen
Schwamendingenstrasse 36
8050 Zürich-Oerlikon
Medizin Jobs und Jobs Gesundheitswesen
Wettbewerb
Unvergessliche Momente auf der OCHSNER SPORT CLUB Fanbank.
Hautnah dabei  OCHSNER SPORT CLUB bringt dich hautnah an die Stars der Super League.
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
FR SA SO MO DI MI
Zürich 12°C 14°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Basel 10°C 15°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
St.Gallen 13°C 16°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Bern 13°C 19°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Luzern 15°C 19°C bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Genf 13°C 20°C leicht bewölkt leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Lugano 17°C 23°C leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen
mehr Wetter von über 6000 Orten