NSU-Prozess
Schweizer soll Kontakt zum NSU-Umfeld gehabt haben
publiziert: Mittwoch, 8. Okt 2014 / 12:55 Uhr
Nach den Ermittlungen der Schweizer Polizei habe der Mann die Pistole vom Typ «Ceska» in der Schweiz erworben. (Symbolbild)
Nach den Ermittlungen der Schweizer Polizei habe der Mann die Pistole vom Typ «Ceska» in der Schweiz erworben. (Symbolbild)

München - Im NSU-Prozess gegen mutmassliche deutsche Rechtsterroristen hat am Mittwoch erneut ein Ermittler der Schweizer Kriminalpolizei ausgesagt. Der Berner Beamte berichtete, dass ein Schweizer Kontakt zu einem Jugendfreund des mutmasslichen NSU-Terroristen Uwe Böhnhardt zugegeben habe.

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Der Schweizer soll an der Beschaffung der wichtigsten Mordwaffe des NSU-Trios beteiligt gewesen sein. Er habe in Jena im deutschen Bundesland Thüringen einen Autoteile-Handel betrieben, sagte der Beamte weiter.

Nach den Ermittlungen der Schweizer Polizei habe er die Pistole vom Typ «Ceska» in der Schweiz erworben. Er bestreite das aber; mit Waffengeschäften habe er nie etwas zu tun gehabt.

Neun Morde

Auf welchem Weg die Waffe nach Deutschland kam ist nicht geklärt. Das Bundeskriminalamt vermutet, dass der Böhnhardt-Freund daran mitwirkte. Mit der Pistole hatte der «Nationalsozialistische Untergrund» (NSU) neun Morde begangen. Nur bei der Ermordung der Polizistin Michèle Kiesewetter wurde die «Ceska» nicht verwendet.

Laut Anklageschrift bestand der NSU nur aus drei Personen: Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe. Als einzige Überlebende steht Zschäpe in München seit Mai 2013 unter Mordanklage vor Gericht. Vier Männer sind als Helfer und Unterstützer angeklagt.

(flok/sda)

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