Hungersnot droht
UNO warnt vor Versorgungskrise im Südsudan
publiziert: Mittwoch, 26. Mrz 2014 / 08:42 Uhr
Tausende Südsudaner sind in Nachbarländer wie Uganda geflohen.
Tausende Südsudaner sind in Nachbarländer wie Uganda geflohen.

New York - Infolge des Bürgerkriegs im Südsudan droht dort laut den Vereinten Nationen einen schwere Nahrungsmittelkrise. Das UNO-Büro zur Koordinierung Humanitärer Angelegenheiten (OCHA) geht davon aus, dass fünf Millionen Menschen auf Unterstützung angewiesen sind.

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«Wir benutzen noch nicht das Wort Hungersnot, doch ist dies, was Millionen verletzlicher Menschen droht», sagte OCHA-Leiter John Ging am Dienstag nach einem Besuch des Landes. UNO-Organisationen hätten jedoch Probleme, rechtzeitig vor Beginn der Regenzeit die notwendigen Lagerbestände aufzubauen.

Da durch den Regen die Strassen noch schwerer passierbar werden, müssen die Hilfsorganisationen Güter auf dem kostspieligeren Luftweg ausliefern. Durch den Mitte Dezember eskalierten Konflikt zwischen Präsident Salva Kiir und seinem früheren Stellvertreter Riek Machar wurden 700'000 Menschen zum Verlassen ihrer Häuser gezwungen.

Weitere 250'000 Menschen flohen in die Nachbarländer Uganda, Äthiopien, Kenia und Sudan. Laut Ging hat sich auch im Sudan, insbesondere in der Krisenregion Darfur, die humanitäre Situation deutlich verschlechtert.

Hilfsaufrufe finden wenig Anklang

Der OCHA-Chef kritisierte, dass die Hilfsaufrufe für den Sudan und den Südsudan bisher nur auf geringe Resonanz gestossen sind. So seien von den geforderten 995 Millionen Dollar für den Sudan dieses Jahr bisher erst 54 Millionen eingegangen.

Für den Südsudan wurde der Hilfsbedarf auf 1,3 Milliarden Dollar beziffert, doch sei diese Summe bisher nur zu 24 Prozent gedeckt. Ging kritisierte auch, dass die Kriegsparteien im Südsudan keinen Respekt für die Hilfsorganisationen zeigten und wiederholt Konvois angegriffen und Lager geplündert hätten.

(bg/sda)

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Ein...
Staat im Clinch, unbeholfene Warlords, Islamisten und jede Menge Erdöl. Für den Sudan kann man sich den Ausgang bereits denken.
Die C-17 und Lockheads sind sicher schon aufgetankt.
Man fragt sich ohnehin schon länger, wo denn all die gebauten Brunnen und Pumpen der letzten 50 Jahre Spendenflut sind. Nicht nur im Sudan, auf dem halben Kontinent. Alle 10 Meter müsste da ein Brunnen stehen. Alle Arten von Waffen sieht man allerdings immer, da herrscht kein Mangel.
Man sollte nun dazu übergehen Lebensmittel- und Sachspenden wie Zelte und Brunnen gegen Waffenabgabe einzutauschen.
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